Neue Bauweise, altes Denken?

Pressebeitrag der Hessischen Energiespar‐Aktion
Dipl.‐Ing. Werner Eicke‐Hennig
Großstadt-Träume

Foto: Bernd Kasper / www.pixelio.de

Wir schaffen durch Dämmbauweise eine behaglich‐warme Oberflächen- temperatur auf der Innenseite der Gebäudehülle und lösen damit die Ressourcenfrage beim Heizen sowie das Wohnhygieneproblem gleich mit. Aber die hohe Entwicklungsgeschwindigkeit verunsichert. Auch wehren sich die Protagonisten des Alten gegen das Neue, es geht schließlich um einen Milliardenmarkt. Dipl.‐Ing. Werner Eicke‐Hennig geht der Frage: “Ist diese Kritik an der Dämmung zur Energieeinsparung berechtigt oder nicht?” auf den Grund. Dazu nähert er sich dem Thema Wärmedämmung aus dem baugeschichtlichen Zusammenhang.

 

Anders als den Tieren fehlt uns Menschen der Schutz vor der Witterung: Wir haben statt Gefieder und Fell nur unsere nackte Haut. Der sichere Kältetod zwingt den Homo sapiens zum Bau schützender Behausungen. Da wir Menschen über keinen genetischen Code für den perfekten “Nestbau” verfügen, haben wir spärlich angefangen und entwickelten unsere Behausungen mit den Jahrtausenden immer weiter. Die Triebfeder war vor allem die Knappheit der Baustoffe, hervorgerufen durch eine wachsende Bevölkerungszahl und die Nutzung der Bauerfahrungen zur Schaffung gesünderer, dauerhafterer und kostengünstigerer Gebäude. Knappe Ressourcen beschäftigen uns noch immer und die Bautechnik ist deshalb seit 1974 wieder im Umbruch.

Von der Massiv‐ zur Dämmbauweise

Natürliche Behausungen bewohnte der Mensch, solange in unseren Breiten weniger als eine Million Menschen lebten. Die Nomadenzeit war geprägt durch das einfache Schutzdach aus Laub und die Jurte aus Fasern. In der langen Übergangszeit zum Ackerbau wandelte sich dieser Einfachbau während der Stein‐ und Bronzezeit zur Flechtwerkhütte. Sie entwickelte sich aus dem einfachen Strohdach über einer die Kopfhöhe sichernden Bodengrube. Man schaute die grasgefüllten zweischaligen Flechtwerkwände dem Dach ab. Ihr Dämmwert entsprach schon vor 3400 Jahren dem Niveau der Wärmeschutzverordnung von 1995, behaglich waren sie wegen vieler Undichtheiten trotzdem nicht. … Weiterlesen

Volksverdummung – Die Genese der Kritik an der Wärmedämmung

Gastkommentar
Ronny Meyer – Bauingenieur, Journalist und Autor
Die Genese der Kritik an der Wärmedämmung

Foto: Daniel Bleyenberg – www.pixelio.de

Am 14.11.2010 erschien in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung unter der Überschrift „Die Burka fürs Haus“ ein eher unsachlicher Beitrag über Wärmedämm- Verbundsysteme. Diese von zwei Architekturjournalisten ausgehende Kritik an einer vermeintlichen, massenhaft auftretenden Dämmplatten-Verschandelung deutscher Hausfassaden entwickelte sich zu einer medialen Lawine: Regelrecht „wie die Sau durchs Dorf getrieben“ wurde das Thema Wärmedämmung in den vergangenen Jahren. Am Ende stand Wärmedämmung stellvertretend für all die negative Kritik, die vielleicht eher der Energiewende gelten sollte: von „oben“ verordnet und dazu noch teuer, aufwendig und „irgendwie unwirksam“.

Wer dieses Medienfeuer genauer verfolgte, stellte verwundert fest: Bei den kritischen Journalisten handelte es sich gerade einmal um eine Handvoll Medienvertreter, die wiederum lediglich die Anwürfe einer Handvoll Dämmkritiker immer und immer wieder abdruckten. Dabei wurden überwiegend Artikel mit stark überzeichneten Nachteilen und physikalisch nicht korrekten Aussagen veröffentlicht. Sprich, wurde der bauphysikalische Sachverstand gerne außer Acht gelassen. … Weiterlesen

Newsticker vom 19.10.2015

Wir wollen Ihnen einen Überblick über die Medienresonanz des Themas Dämmen, Dämmstoffe und energieeffizientes Bauen geben. Dafür checken wir das Web für Sie und geben eine kurze Zusammenfassung der jeweiligen Artikel mit dem – aktiven – Link, damit Sie sich selbst ein Bild über den Themenbereich machen können:

Dämmstoff mit positiver Ökobilanz

„Beim Thema Dämmung sollte man vor allem differenzieren“, rät Martin Schmidt, Bauen-Wohnen-Experte beim Verbraucherportal Ratgeberzentrale.de. Schmidt zufolge gibt es viele unterschiedliche Dämmstoffe und viele verschiedene Anwendungen. Was energetisch in jedem Fall Sinn mache sei etwa die Dämmung der Bodenplatte bei einem Neubau: „Damit spart man Heizkosten, man steigert die Wohnbehaglichkeit, verbessert das Wohnklima und schont vor allem die Umwelt.“ XPS ist unter den Dämmstoffen der Wärmedämmspezialist für diese Stellen des Gebäudes, die starkem Druck oder viel Feuchtigkeit ausgesetzt sind.
http://www.weser-kurier.de/startseite_artikel,-Daemmstoff-mit-positiver-Oekobilanz-_arid,1220691.html

Gründach des Jahres ausgezeichnet

Der Dachgarten auf dem Wirtschaftsgebäude der Diakonissen Klinik Augsburg ist das FBB-Gründach des Jahres. Der rund fünf Meter hoch gelegene und etwa 370 Quadratmeter große Dachgarten auf dem Neubau ist im Zuge der Generalsanierung der Freianlagen in Anlehnung an das Hochbaukonzept entstanden.

http://taspo.de/dienstleistung/gruendach-des-jahres-ausgezeichnet/#.ViE3AitIOpo

Energiezentrum des Landkreises erinnert an Gesetzesänderung

Rund drei Monate Zeit bleiben Haus- und Gebäudebesitzern noch: Bis zum 31. Dezember müssen Decken über beheizten Räumen ausreichend gedämmt sein. Dies schreibt die Energieeinsparverordnung (EnEV 2014) vor, die sowohl für Wohn- als auch für Nichtwohngebäude gilt. “Eine Alternative ist, das über dem Raum liegende Dach zu dämmen”, erklärt Heinz Kastenholz, Leiter des Energiezentrums des Landkreises Schwäbisch Hall. Denn nicht nur durch ungedämmte Zimmerdecken, sondern auch über zu dünne Dächer entweicht Wärme ungenutzt nach außen.

http://www.swp.de/crailsheim/lokales/landkreis_schwaebisch_hall/Energiezentrum-des-Landkreises-erinnert-an-Gesetzesaenderung;art5722,3479218

Bonus für Passivhäuser – Bienenbüttel fördert energiesparende Bauweise mit einem Zuschuss

Es hört sich für den normalen Hausbesitzer immer noch unglaublich ein: Passivhäuser kommen per Definition ohne richtige Heizung aus. Erreicht wird dies durch eine extra starke Dämmung von Wänden und Fenstern. Experten zufolge spart so ein Haus gegenüber einem durchschnittlichen Neubau 75 Prozent der Energie ein – vielleicht demnächst auch in Bienenbüttel. Die Gemeinde fördert ab sofort Bauherren, die im Gemeindegebiet ein Passivhaus bauen, mit einem Zuschuss von 500 Euro.

http://www.az-online.de/uelzen/bienenbuettel/bienenbuettel-foerdert-energiesparende-bauweise-einem-zuschuss-5615088.html

“Dafür braucht es ein Konzept” – Interview mit Energieberater Harald Schwieder über Einsparmöglichkeiten beim Neubau.

Gut fürs Klima und den Geldbeutel: Jeder, der einen Bau plant, kann von einer unabhängigen, qualifizierten Energieberatung profitieren. Anita Fertl hat den Energieberater Harald Schwieder rund um Einsparpotenziale in Sachen Energie befragt.

http://www.badische-zeitung.de/haus-garten-2/dafuer-braucht-es-ein-konzept–112198586.html

Tag des Passivhauses 2015

Überzeugen Sie sich selbst, dass das Passivhaus hohen Wohnkomfort bietet und Qualität verkörpert, ohne komplizierte Technik auskommt und zugleich für extrem niedrige Heizkosten steht! Tag des Passivhauses 2015 – Besichtigungsmöglichkeiten vom 13. bis 15. November 2015
http://www.ig-passivhaus.de/index.php?page_id=157&

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Energieeffizientes Bauen und Wohnen – “Wenn schon, dann richtig zukunftsfähig!”

Die Gewinner im Bauherren-Wettbewerb stehen fest

neu- oder altbauFast 100 Bauherren in Rheinland-Pfalz haben sich am landesweiten Wettbewerb „Energieeffizientes Bauen und Wohnen“ der Energieagentur RheinlandPfalz beteiligt. Am 11. September stellten Wirtschaftsstaatssekretär Uwe Hüser und Energieagentur-Geschäftsführer Thomas Pensel auf dem Energieparcours der Landesgartenschau in Landau die Gewinner vor.

Die konnten sich über Schecks in Höhe von 3.000 Euro, 2.000 Euro und 1.000 Euro freuen und auf eine Plakette für die Hausfassade, die auf die besondere energetische und architektonische Qualität hinweist. Doch das ist noch lange nicht Alles. Denn mit Ihren Wohnhäusern sind sie zukünftig Tag für Tag aufs Neue richtige Klimaschützer und Energiesparer zugleich. … Weiterlesen

Energieeinsparverordnung ist auch künftig leicht erfüllbar

Foto: Thomas Max

Foto: Thomas Max – www.pixelio.de

Wer ein Haus neu baut, muss die Energieeinsparverordnung (EnEV) beachten, die seit 2002 gilt und die im Laufe der Jahre mit jeder Novellierung umfangreicher und anspruchsvoller wurde. Doch Fachleute sind sich einig: Bisher waren die Anforderungen EnEV immer recht leicht zu erfüllen, zumal die Qualität von Bau- und Dämmstoffen in all der Zeit immer besser wurde und manche Material-Optimierung mehr brachte als die eine oder andere Verschärfung der EnEV-Anforderungen verlangte.

Doch am 01.01.2016 macht die EnEV den bis dahin größten Sprung seit Bestehen bezüglich ihrer Anforderungen.

Das so genannte Referenzgebäude, das den Grenzwert für Neubauten vorschreibt, wird um 25 Prozent verbessert. Und das bedeutet, dass ab diesem Stichtag auch alle Neubauten um 25 Prozent in puncto Jahres-Primärenergiebedarf verbessert werden müssen. In vielen Internetblogs und Fachtagungen spürt man nun eine gewisse Aufregung: „Ist das dann alles noch zu schaffen?“ und: „Wird bauen unbezahlbar?“ … Weiterlesen

Erstes Einfamilienhaus erhält Siegel zum Passivhaus Plus

Foto: © Scholz / Gerber

Foto: © Scholz / Gerber

Eine kleine Weltsensation steht seit kurzem im beschaulichen Ötigheim bei Karlsruhe. Dort hat ein Einfamilienhaus das weltweit erste Zertifikat “Passivhaus Plus” erhalten. Und es wird nicht das einzige bleiben.

Bisher wurden vom Passivhaus-Institut besonders energiesparende Häuser nach dem Passivhausstandard zertifiziert. Nun geht es einen Schritt weiter.
Grund dafür: Nach Vorgaben der europäischen Gebäuderichtlinie sollen alle neuen Gebäude ab Dezember 2020 dem Niedrigstenergiestandard entsprechen. Dieser ist noch einmal um einiges höher als der Passivhausstandard. … Weiterlesen

FAZ stellt Bauherren und deren Projekte vor

Das Effizienzhaus 70 liegt bei Bauherren voll im Trend. Wem das Wetter zu nass und zu kalt ist, nach gebauten Exemplaren in freier Wildbahn Ausschau zu halten, dem hilft auch ein Blick in die Presse. Tatsächlich findet man derzeit in der FAZ tolle Ideen und Reportagen von Bauherren und Projekten.

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