Gründach – städtische Förderprogramme werden rar

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Foto: © Johannes Gerstenberg – www.pixelio.de

Immer weniger Städte können Fördergelder für umweltbewusste Baumaßnahmen, im Speziellen für Gründächer, an ihre Bürger auszahlen. Das geht aus einer aktuellen Umfrage der Fachvereinigung Bauwerksbegrünung (FBB) und des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) hervor.

In der letzten Umfrage von 2003 und 2004 hatten noch 18 Prozent der Städte mit über 10.000 Einwohnern ihren Bürgern direkte Zuschüsse für die Anlage von Gründächern gezahlt. Inzwischen ist die Zahl ordentlich geschrumpft. Nur sechs Prozent der Städte geben gegenwärtig Geld für den Bau von Gründächern.

Zuschüsse fürs Gründach gibt es unter anderem noch in Stuttgart mit bis zu 17,90 Euro pro Quadratmeter Nettovegetationsfläche, in Dachau sind es 15 Euro pro Quadratmeter und maximal 500 Euro. Zum Vergleich: Bei der letzten Umfrage wurden Hausbesitzer und Mieter noch mit Zuschüssen von bis zu 20 Euro pro Quadratmeter Gründach gelockt. Weitere Gründach-Förderungen gibt es derzeit in Hamburg, Hannover und Bremen.

Mehr Förderungen durch Nachlässe bei Abwassergebühren

Gebührennachlass statt Zuschuss scheint der neue Trend zu sein. Solche indirekte Hilfen der Städte sind um 14 Prozent angestiegen. Denn Nachlässe auf die Abwassergebühr belasten die öffentlichen Kassen nicht. Fast 60 Prozent der Städte mit gesplitteten Abwassergebühren gewähren Hausbesitzern bei vorhandener Dachbegrünung auch Nachlässe. Kunden kommunaler Unternehmen mit Gründach etwa können bis zu 100 Prozent von der Gebühr für die Niederschlagswasserbeseitigung befreit werden. Mit der Höhe direkter Zuschüsse können solche Gebührennachlässe allerdings nicht mithalten.

Die Nachlässe an sich helfen weder bei der Anschubfinanzierung, noch rechnen sich nach wenigen Jahren. Zum Glück ist das Gründach ein Multi-Talent und punktet selbst gleich mehrfach. Beispielsweise mit Energieeinsparung durch sehr effizienten Wärmeschutz. Zusätzliche Kosten können auf lange Sicht bei der Wartung und Instandhaltung des Daches gespart werden. Durch die schützende Dachbegrünung erreicht das Dach eine viel längere Lebensdauer.

Mehr zur Umfrage im Artikel der Zeitschrift Neue Landschaft: http://neuelandschaft.de/Default.aspx?TabId=148&NewsId=368&Knappe-Kassen-fordern-Tribut-von-Bauwerksbegrunern

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