Neubauförderung nur noch für nachhaltiges Effizienzhaus 40

Bauherren müssen für eine Förderung auf mehr Nachhaltigkeit setzen

Dass die Neubauförderung schnell vergriffen sein wird, vermuteten viele. Doch bereits innerhalb weniger Stunden? Das zur „Verfügung stehende Budget von einer Milliarde Euro sei bereits im Laufe des Vormittags ausgeschöpft“ worden, so die Information vom Bundeswirtschaftsministerium kurz nach Neustart der Neubauförderung für das Effizienzhaus 40. Wirtschaftsminister Habeck stellte klar, dass die Förderung damit nahtlos in das Programm „Effizienzhaus 40 Nachhaltigkeit“ übergeht. Das soll bis Ende des Jahres laufen.  Somit gilt seit 21. April bereits die Stufe 2 der Neubauförderung. Die Förderung für den Bau eines Effizienzhauses 40 wird damit nur noch in Kombination mit dem Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude gewährt.

Beim Nachaltigen Bauen sind nicht nur die Baustoffe ansich relvant Foto: pixabay.com Michael Gaida
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Neubauförderung für effiziente Gebäude

Neustart am 20. April 2022

Neustart der Neubauförderung

Ab 20.4.2022 nimmt die KfW wieder die Neubauförderung auf. Förderanträge können für Wohngebäude als Effizienzhaus 40 und für Nichtwohngebäude als Effizienzgebäude 40 gestellt werden. Damit wird die Neubauförderung zuerst mit modifizierten Förderbedingungen fortgeführt, allerdings im Rahmen der geplanten Neuausrichtung bis zum Jahreswechsel 2022-2023 nochmals angepasst. Ab 2023 soll dann das neue Förderprogramm „Klimagerecht Bauen“ starten.

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Osterpaket bleit bei Förderung für Energieeffizienz noch unklar

Mit dem angekündigten Entlastungspaket kommen einige grundlegende Änderungen, die die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) und dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) betreffen.
Gebäudeenergiegesetz - das gilt für Bauherren
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Die Bundesregierung startet in einer breit angelegten Kampagne Maßnahmen für Bürger und für die Wirtschaft. Alle enthaltenen Punkte zielen darauf ab, den Energieverbrauch zu senken und die Energieeffizienz zu steigern. Zudem will die Regierung Planungssicherheit bei der Gebäudesanierung und auch für Antragsteller der staatlichen Modernisierungsprogramme herstellen. Die Programmgestaltung und deren Finanzierung sollen sichergestellt und Förderstopps wenn möglichst vermieden werden.

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Die BEG-Mogelpackung

Auf die in 2021 als große Neuerung angekündigte Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) folgt nun erst mal die ebenso große Ernüchterung. Der aktuelle Förderstopp deckt nur auf, was schon lange schief läuft. Großer Aufwand für Bauherren und alle am Bau Beteiligten, kaum Nutzen für den Klimaschutz. Förderstandards deren Gültigkeit nicht mal die Planungs- und Genehmigungsphase von Bau- und Sanierungsvorhaben haben, bremsen auch noch die Letzten aus, die in den Traum der eigenen vier Wänden investieren, selbstverständlich zeitgemäß, energieeffizient und umweltbewusst. Wie lange können wir es uns leisten, der Energiewende hinterherzulaufen? Vordergründig neue Heizungen und stromgebundene Technik zu fördern und die Energieeffizienz, die Einsparmöglichkeiten und die Nachhaltigkeit der Gebäude zu vernachlässigen?

Förderung für energieeffiziente Gebäude in der Sackgasse

Zunächst im Januar 2021 mit den Zuschüssen für Einzelmaßnahmen beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gestartet, zog die KfW-Förderbank mit der BEG-Effizienzhausförderung erst im Juni 2021 hinterher. Das Versprechen lautete: die Förderung soll bis 2030 als verlässliches Instrument bereitstehen und regelmäßig nachgestellt werden. Doch bereits im November – nur fünf Monate nachdem eine Effizienzhausförderung überhaupt beantragt werden konnte – folgt die Ankündigung: Förder-Aus für das KfW-Effizienzhaus 55 im Neubau ab Ende Januar 2022.

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Faktencheck zu GEG, Energiewende und Wärmewende

Umweltbewusst Bauen - die Neuerungen für 2016 im ÜberblickUnseren Faktencheck zur aktuellen Diskussion rund ums Gebäudeenergiegesetz und der Energie- und Wärmewende.  Was steht heute im GEG?  Woran wird die Energieeffizienz eines Gebäudes festgemacht? Wieso soll der bisherige Grundsatz – Efficiency First nicht mehr greifen? Und warum geht es nicht nur um die Gebäude an sich?

Das GEG heute

Das Gebäudeenergiegesetz, kurz GEG, gilt bundesweit. Wer neu baut oder saniert muss das GEG berücksichtigen. Allerdings sind weitere gesetzliche Vorgaben – etwa der jeweiligen Landesbauordnung – zu beachten. Diese unterscheiden sich von Bundesland zu Bundesland.
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Wärmedämmung – das unterschätzte CO2 Einsparpotenzial

Dämmung rechnet sich

Ökobilanz von Dämmstoffen im Fokus

Werden die möglichen CO2 Einsparpotenziale  durch eine Wärmedämmung unterschätzt? Der Fokus der Politik liegt klar auf Heizung und Energieversorgung. Eine Studie zeigt nun, wie schnell sich Dämmmaßnahmen energetisch amortisieren. Die zur Herstellung von Dämmstoffen benötigte Energie kann bereits nach kurzer Zeit durch die eingesparte Heizenergie kompensiert werden. Die Einspareffekte jedoch halten über 40 Jahre und länger an. Schauen wir uns die Studie einmal näher an.

Ökobilanz von Dämmstoffen – Stand heute

Mit der Aufgabenstellung einer „Ganzheitlichen Bewertung von verschiedenen Dämmstoffalternativen“ machten sich das Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg (ifeu) zusammen mit dem Verein Natureplus an die Arbeit. Die Ergebnisse der Studie zeigen schwarz auf weiß: Gedämmte Häuser vermindern den CO₂-Fußabdruck von Häusern enorm. … Weiterlesen

Klimaschutzziele im Gebäudebereich

Thema Klimaschutz bei kommender Bundestagswahl ganz oben

Image by Michael Schwarzenberger from Pixabay

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Eine Wahl hatten die Parteien dabei nicht. Das Energieeinsparziel für 2020 konnte im Gebäudebereich nicht erreicht werden. Das Urteil des Bundesgerichtshofs im April 2021 setzt noch einen oben drauf: „Verfassungsbeschwerden mehrerer Klimaschützerinnen und Klimaschützer waren zum Teil erfolgreich. Der Gesetzgeber muss beim Klimaschutzgesetz nachbessern.“

Selbst der eigens von der Regierung eingesetzte Klimarat fordert mehr Anstrengung bei Gebäuden. Der Expertenrat soll in Klimafragen bewerten, in welchem Umfang Programme und Aktivitäten der Ministerien zum Erreichen der Klimaziele beitragen. Die bisherige Bilanz fällt sehr kritisch aus: Die Treibhausgasminderungen würden überschätzt, die Maßnahmen wie bisher vorgesehen reichten bei weitem nicht aus.

 

Mehr Geld oder strengere Regeln?

Eins ist damit jetzt schon klar: Es wird Anpassungen an das neue Ziel für 2045 geben – vor allem im Gebäudebereich. Doch welche Art Neuerungen? Mehr Geld oder strengere Regeln? Derzeit ringen Finanzministerium, Umweltministerium und Wirtschaftsministerium um zukünftige Klimagesetze und eine Förderstrategie, die dann auch aufgeht. … Weiterlesen

Der Klimawandel ist vor unserer Haustür angekommen

Privataufnahme Betroffener in Ahrweiler

Privataufnahme Betroffener in Ahrweiler

Unglaubliche Schäden, deren Bilder einen fassungslos machen. Und das mitten in Deutschland. Die Auswirkungen der letzten Unwetterschäden lassen sich auch Wochen danach noch nicht beziffern. Die nächsten Extremwetterereignisse werden leider nicht auf sich warten lassen. Mehr als 11.000 Starkregenereignisse in 18 Jahren gab es in Deutschland – das sind im Schnitt zwei Starkregenereignisse pro Landkreis und Jahr!

Können wir die Auswirkungen solcher Ereignisse zukünftig mindern? Umweltbewusstes Bauen – der Titel unseres Blogs – gewinnt an Bedeutung, mehr denn je. Sei es das eigene Haus, unsere Städte und Dörfer, die hohe Flächenversieglung durch Straßen oder neue Bebauungen in natürlichen Überflutungsgebieten. Die Natur hat immer weniger Platz, Regenwasser versickert nicht einmal mehr auf Ackerflächen. Wo soll man anfangen, wo hört man auf?

Die Hilfsprogramme laufen an

In den betroffenen Katastrophengebieten stellt sich mit dem Aufräumen vielfach die Existenzfrage, welche Gebäude wurden zerstört oder nachhaltig geschädigt und müssen abgerissen und komplett neu aufgebaut werden.

Informationen zu finanziellen Hilfen und Landesförderungen finden Betroffene der Hochwasserkatastrophe unter anderem auf folgenden Seiten:

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Förderspezial Teil 2 – Wo verstecken sich die Förderungen zur Wärmedämmung?

Bild von mohamed Hassan von Pixabay

Bild von mohamed Hassan von Pixabay

Klar, wer kann sollte die BEG-Förderung nutzen!
Doch es gibt nicht nur staatliche Förderprogramme.

Je nach Standort der Immobilie kommen auch regionale Förderungen in Frage. Eine „Vergleichende Betrachtung von Wärmedämmförderungen und Heizungsförderungen“ von den Betreibern der unabhängigen Förderdatenbank foerderdata mit über 6.600 Bau-und Modernisierungsförderungen ergab: Mit Blick auf die öffentlichen Fördergeber (Bund, Länder, Kommunen) weicht die Anzahl der Förderungen von Maßnahmen zur Wärmedämmung (725) gar nicht so weit von der Summe der Heizungs-Förderungen (840) ab. Betrachtet man allerdings alle Fördergeber (Bund, Bundesländer, Kommunen und Energieversorger), gibt es mehr als doppelt so viele Heizungsförderungen (1.587) wie Förderungen für Wärmedämmung (733). … Weiterlesen

Förderspezial Teil 1 – Heizung oder Wärmedämmung, was wird besser gefördert?

Bild von mohamed Hassan von Pixabay

Bild von mohamed Hassan von Pixabay

Die Bundesförderung für effiziente Gebäude – was steckt dahinter?

Die Förderanträge zur Wärmedämmung machten 2020 nur knapp 20 Prozent der Anträge für Heizungsförderungen aus

Nicht nur 2021, schon im letzten Jahr meldete das BAFA Rekord-Antragszahlen. Noch nie wurden so viele Förderanträge für eine neue Heizung gestellt. Die Förderanträge für den Einbau von Heizungen auf Basis erneuerbarer Energien stiegen von ca. 76.000 Anträge in 2019 auf über 280.000 Anträge in 2020. Grund dafür sind die deutlich erhöhten staatlichen Zuschüsse mit bis zu 45 % der förderfähigen Kosten. Bei erfolgreichem Förderantrag müssen so im Idealfall nur noch 55 %, also gut die Hälfte, aus eigener Tasche bezahlt werden. Den Rest übernimmt der Staat.

Auch die Anzahl der Zuschuss-Anträge für Maßnahmen an der Gebäudehülle zogen in 2020 an. Denn auch für Wärmedämmmaßnahmen sowie neue Fenster und Haustüren erhöhte sich die Zuschuss-Förderung von 10 % auf 20 %. Im CO2-Gebäudesanierungsprogramm stiegen die bewilligten Anträge für Einzelmaßnahmen zur Wärmedämmung von knapp 20.000 Anträgen in 2019 auf über 53.000 in 2020, neue Wärmeschutzfenster legten ebenfalls zu (von über 27.000 Anträgen in 2019 auf knapp 78.000 Anträge in 2020), während sich die Zusagen für Komplettsanierungen zum Effizienzhaus auf 20.000 nahezu verdoppelten (2019: 11.000 Zusagen).

53.000 geförderte Dämmmaßnahmen versus 280.000 Förderanträgen für Heizungen – die Antragszahlen für Wärmedämmung bleiben weit hinter denen für Heizungen zurück!?
Stellt sich die Frage: Werden Heizungen mehr oder besser gefördert als Maßnahmen zur Effizienzverbesserung der Gebäudehülle?
 Oder werden die Förderungen für Heizungen einfach nur öfter beantragt und genutzt? Und wenn ja, warum? Wir beleuchten in unserem Förder-Zweiteiler das Thema Förderung einmal genauer, begeben uns auf Spurensuche und zeigen, wo sich Förderungen für Maßnahmen an der Gebäudehülle verstecken.

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