Baukindergeld

Alles was Sie jetzt wissen müssen

lichtkunst.73  / pixelio.de

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Wer demnächst sein Eigenheim bauen oder kaufen möchte und dazu noch Kinder hat, kann  vom Baukindergeld profitieren. 1.200 Euro pro Kind und Jahr gibt der Staat über 10 Jahre hinweg dazu – das sind in Summe 12.000 Euro pro Kind. Als staatlicher Zuschuss muss das Baukindergeld nicht zurückgezahlt werden.
Ausgezahlt wird es von der KfW – momentan laufen die letzten Abstimmungen zur Festlegung der Rahmenbedingungen zwischen KfW und dem Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat (BMI).

Im September soll der Startschuss fallen. Das Baukindergeld soll über drei Jahre hinweg bis zum 31.12.2020 beantragt werden können.
Drei Jahre sind nicht gerade eine lange Zeit, wenn es um Hausbau, Immobiliensuche und Familienplanung geht. Schauen Sie schon jetzt, ob und wann das Baukindergeld für Sie in Frage kommt.

Wofür gibt es das Baukindergeld?

Gefördert wird der Ersterwerb einer selbst bewohnten Immobilie, egal ob Neubau oder Eigenheim im Bestand und unabhängig davon, ob es sich um ein freistehendes Einfamilienhaus, eine Doppelhaushälfte, ein Reihenhaus oder eine Eigentumswohnung handelt.
Das Baukindergeld kommt für Eigenheimkäufe in Frage, die seit dem 1. Januar 2018 getätigt wurden. Bei Neubauvorhaben ist entscheidend, dass die Baugenehmigung nach dem 31.12.2017 erteilt wurde. … Weiterlesen

Berlin Wiederbelebung der Dächer

Seit 2012 sind die Bodenpreise in Berlin um unglaubliche 500% gestiegen, bezahlbarer Wohnraum wird immer knapper. In ihrem Arte-Beitrag stellt Journalistin Kathrin Häfele zwei Projekte vor, die zeigen: „das Potential liegt auch über den Dächern Berlins.“

„Geschichtsgalerie auf dem Dach des Flughafengebäudes Berlin-Tempelhof“

Der rückwärtige Bereich des 1,2 Kilometer langen Daches über sämtliche Hangars des Flughafengebäudes Berlin-Tempelhof wird in den kommenden Jahren zu einer Geschichtsgalerie umgebaut. Bisher ungenutzt, sollen sich hier Besucher ab 2020 auf eine Zeitreise begeben können und unter dem Motto „Erinnern und Ausblicken“ die bewegte Vergangenheit des Flughafengebäudes sowie seine Gegenwart und Zukunft erleben. Geplant sind ein Ausstellungsturm, wechselnde Angebote in den Durchgängen verschiedener Treppentürme und eine einladende Open-Air-Ausstellungsplattform. … Weiterlesen

Baugesetze und Freiheit

Ansicht der Antivilla von Arno Brandlhuber

Die Antivilla am Krampnitzsee. Foto: Jürgen Weidner

Freie Grundrisse und die Verknüpfung mit der umgebenden Landschaft sind die ent­schei­denden Komponenten, die dem einst eher für leblose Sachen konzipierten ehemaligen La­gerge­bäu­de der VEB Obertrikotagen „Ernst Lück“ zugefügt wurden und es in ein in­spi­rie­rendes Atelier- und Wohn­ge­bäude verwandelten.

Der Titel des Projektes – Antivilla – ist eher ir­re­führend, denn das Ergebnis ist kei­nes­wegs das Gegenteil eines luxuriösen und reprä­sen­tativen Landhauses, wie ur­sprüng­­lich im Römischen Reich mit dem Begriff „Villa“ be­zeichnet, sondern eine zeit­ge­mäße Modellierung dieser Werte im 21. Jahrhun­dert, die in Feuilletons und Fach­pres­se rege besprochen wird und mittlerweile auch als Kulisse trendiger Spielfilme Verwen­dung fin­det. … Weiterlesen

Passivhaus – Bauherren in Hannover haben gute Karten

www.proklima-hannover.de/privat/neubau/

www.proklima-hannover.de/privat/neubau/

Hannover entwickelt sich langsam zur Passivhaus-Hauptstadt in Deutschland. Die Stadt arbeitet emsig daran, den energiesparenden Passivhaus-Standard mit erneuerbarer Energieversorgung weiter zu etablieren. Circa 30 % aller neuen Wohngebäude in Hannover werden bereits im Passivhausstandard realisiert, „auf dem Land“ um und außerhalb Hannovers circa 3 %. Die Niedersächsische Landeshauptstadt bietet Bauherren eine gezielte Niedrigenergie- und Passivhaus-Beratung sowie eine lohnende Passivhaus-Förderung, in der die Qualitätssicherung bereits enthalten ist.

Fördbonus für hocheffiziente Baustandards

Die hohe Passivhausquote hat die Region zum großen Teil der Arbeit und Förderung des enercity-Fonds pro Klima zu verdanken. Der Klimaschutzfond wurde bereits am 8. Juni 1998 von den Städten Hannover, Hemmingen, Laatzen, Langenhagen, Ronnenberg und Seelze sowie der enercity AG gegründet – in dieser Form europaweit einzigartig schaut proKlima nun auf 20 Jahre erfolgreiche Klimaschutz-Arbeit zurück: Der gezielten regionalen Förderung von Maßnahmen und Projekten zur Energie- und CO2-Einsparung, zur Nutzung regenerativer Energien und der rationellen Energieanwendung. … Weiterlesen

Hilfreiche Labels und Zertifikate für Bauprodukte

Sören Scholz von DIN CERTCO im Interview zum europäischen Qualitätszeichen KEYMARK und dem DIN Geprüft-Siegel für Wärmedämmung

Die Qualität verbauter Baustoffe und Produkte lernen Bauherren erst nach der Kaufentscheidung und dem Einbau schätzen. Umso wichtiger ist, die Qualitätsmerkmale bereits vorher zu kennen. Und das ist mittlerweile gar nicht mehr so einfach.

Dipl.-Ing. (FH), Dipl.-Wi.-Ing. (FH) Sören Scholz - Leiter der Zertifizierungsstelle  DIN CERTCO Gesellschaft für Konformitätsbewertung mbH

Dipl.-Ing. (FH), Dipl.-Wi.-Ing. (FH) Sören Scholz – Leiter der Zertifizierungsstelle DIN CERTCO

Die Umstellung auf europaweit einheitliche und mandatierte Normen für Bauprodukte zog den Wegfall des etablierten Ü-Zeichens in Deutschland für CE-gekennzeichnete Produkte nach sich. Die Einführung zusätzlicher, freiwilliger Labels soll den Informationsverlust abfangen, ist auf den ersten Blick allerdings schwer zu durchschauen. Und die Kennzeichnungspflicht für Baustoffe wächst weiter. So gilt ab 1. Februar 2019 eine Deklarationspflicht für Bauprodukte, die im Innenraum verbaut werden: Für Boden-und Wandbeläge, Holzwerk- und einige Dämmstoffe müssen künftig die Emissionen stark flüchtiger organischer Verbindungen (VOC) in der sogenannten Leistungserklärung angegeben werden, die Bauprodukte mit CE-Kennzeichnung begleitet.

Umweltbewusst Bauen hat nachgefragt.

Sören Scholz, Leiter der Zertifizierungsstelle bei DIN CERTCO in Berlin, nimmt jährlich die Zertifizierung, Überwachung und Kennzeichnung von Produkten vor. Er gewährt uns einen Blick hinter die Kulissen und erklärt, was ein DIN-Zertifikat alles bedeutet. … Weiterlesen

Grüne Hausnummer für Energiesparendes Bauen

Woran erkennt man von außen, ob ein Haus besonders energieeffizient ist? In welchen Häusern wohnen eigentlich die Umweltbewussten und Klimaschützer unter uns?

Kampagnenbild der Grünen Hausnummer in Niedersachsen Foto: Dawin Meckel

Kampagnenbild der Grünen Hausnummer in Niedersachsen. Foto: Dawin Meckel

Achten Sie demnächst einfach mal auf „Grüne Hausnummern“. Bauherren und Hauseigentümer, die ihren Neubau mindestens als Effizienzhaus 55 fertiggestellt haben bzw. ihren Altbau energieeffizient saniert haben, können sich in einigen Bundesländern, Landkreisen oder Städten um genau so eine „Grüne Hausnummer“ bewerben. Die Hausnummer ist dabei nicht nur eine Art Visitenkarte, auf die man als Hauseigentümer zurecht stolz sein kann. Energieeffizienz, umweltbewusstes Bauen und Klimaschutz werden damit attestiert und für jedermann sichtbar. … Weiterlesen

Als Umkehrdach gebaute Gründächer werden 40 Jahre und älter

Gründach – ökologisch und ökonomisch mehr als nur eine Alternative

Geschaeftshaus in Hamburg Foto: Optigruen

Geschäftshaus in Hamburg – Foto: Optigruen

Flachdächer waren Jahrzehnte lang die Problemkinder unter den Dächern. Im Vergleich zu den mit Dachsteinen gedeckten und geneigten Sattel-, Walm- oder Pultdächern hielten Flachdächer schutzlos der Witterung ausgesetzt nicht lange Stand. Die Konstruktionen und Abdichtungen waren anfällig für eindringende Feuchtigkeit und Leckagen und ganz nebenbei nicht schön anzusehen.

Heute sieht das schon anders aus. Der Gründachtrend macht alte und neue Flachdächer nicht selten zum reinen Glücksfall. Sonst ungenutzte Dachflächen in luftiger Höhe werden zur erweiterten Wohnfläche und Aufenthaltsraum unter freiem Himmel. Ob zusätzliche Dachterrasse, Dachgarten, oder als reines Biotop für Vögel und Insekten – Gründächer sehen nicht nur gut aus, sie bringen auch gleich eine Vielzahl an Vorzügen mit. Dabei punkten begrünte Dächer nicht nur bei den Hausbewohnern. Auch die Städte und unsere direkte Umwelt profitieren von den positiven Einflüssen, etwa beim Rückhalt von Regenwasser beim Starkregen, durch Aufnahme von Luftschadstoffen oder als kühlende Inseln gegen die sommerliche Überhitzung der Innenstädte. … Weiterlesen

Groko will Geld für Wohnungsbau und Wohneigentum in die Hand nehmen

Und was ist mit Energieeffizienz, Klimaschutz und steigende Mieten?

Koalitionsvertrag

Foto: birgitH – www.pixelio.de

Nun steht sie endlich, die Regierung. Nach einem halben Jahr Regierungsfindung bleiben nun knapp drei Jahre, um dann in den nächsten Wahlkampf zu ziehen. Was bis dahin auf der Agenda steht, wurde im Koalitionsvertrag festgehalten. „Efficiency First“, ein Punkt des Vertrags, wurde bei den Verhandlungen wohl noch nicht so ernst genommen. Bleibt zu hoffen, dass die “Energie”, die bereits eingeflossen ist, sich auch auszahlt.

Umweltbewusstes Bauen, Energieeffizienz und Klimaschutz – die Themen anzugehen, die es überhaupt in den Koalitionsvertrag geschafft haben, wird schon aufgrund der Ressort-Verteilung schwierig: Den Minister für „Wirtschaft und Energie“ stellt die CDU, den Minister für „Innen, Bau und Heimat“ die CSU und den Minister für „Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit“ die SPD.

Was die GroKo beim Thema Wohnen beschlossen hat

Baukindergeld, Modernisierungsumlage, Grundsteuer, Mietpreisbremse, sozialer Wohnungsbau, Immobilienspekulationen: Die GroKo hat zahlreiche Maßnahmen zum Thema Wohnen vereinbart. Die Kosten sollen bei rund vier Milliarden Euro liegen. Einen hilfreichen Überblick gibt der Spiegel:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/koalitionsvertrag-was-die-groko-beim-thema-wohnen-beschlossen-haben-a-1192332.html

Das steht zu Umwelt und Klima im neuen Vertrag

Was sind die wichtigsten Beschlüsse in den Bereichen Klima, Energie, Verkehr und Gebäude? klimaretter.info hat sie zusammengetragen:

http://www.klimaretter.info/politik/hintergrund/24253-uebersicht-koalitionsvertrag

VPB zum Koalitionsvertrag: Richtiger Ansatz, aber noch sehr viel zu tun!

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Alles Müll oder was?

BUND fordert zum Plastikfasten auf

Laut BUND werden in Deutschland jährlich rund zwölf Millionen Tonnen Plastik verbraucht, davon lande mit rund sechs Millionen Tonnen pro Jahr die Hälfte im Müll – europaweit am meisten Plastikmüll!

Ökodämmstoffe

Foto: www.helenesouza.com – www.pixelio.de

Warum nicht aus dem „herkömmlichen“ Fasten, vor allem von Nahrung und schlechten Gewohnheiten, eins zu eins ein Plastikfasten machen? Nun, weil der Einsatz von Kunststoff das eine und „Plastikmüll“ das andere ist.

Verpackungen-Fasten

Über einen bestimmten Zeitraum hinweg Plastik beim täglichen Einkauf als Verpackung zu umgehen, wenn möglich zu Produkten ohne Verpackungen, in Mehrwegverpackungen aus Glas oder zu Verpackungen aus Papier und Karton zu greifen, das würde den Plastikmüll enorm reduzieren – besonders wenn jeder mitmacht und die Fastenzeit 365 Tage im Jahr beträgt.
Doch bei weitem nicht alle Kunststoffprodukte sind auch gleich Plastikmüll. Beim Versuch Kunststoffe komplett zu umgehen, wird es schwierig. Denn Kunststoffe sind nicht nur in Verpackungen auch in Haushaltsgeräten, Kleidung, Spielzeugen, Möbeln oder Autos.

Der BUND schlägt vor, zu Produkten ohne Verpackungen, in Mehrwegverpackungen aus Glas oder zu Verpackungen aus Papier und Karton zu greifen. Aber so einfach ist das nicht – oder so schwarz-weiß.  Würde man Verpackungen aus Kunststoff durch andere Materialien ersetzen, dann wäre der Energieverbrauch in Europa 2,2-mal höher und es würden 2,7-mal so viel Treibhausgase ausgestoßen werden, wie Studien belegen.

Es geht also nicht – wie so oft beim Thema Umwelt um ganz oder gar nicht oder um gut oder böse. Vielmehr gilt meist: sowohl als auch Kopfeinschalten! Mitdenken!

Sicherlich ist es sinnvoll die Plastiktüte gegen den Stoffbeutel zu ersetzen. Aber es gibt auch Kunststoffprodukte, die zur Energie- und Ressourceneinsparung dienen und die CO2 Emission sogar verringern.

So kommen aktuell etwa ein Viertel der verarbeiteten Kunststoffe in langlebigen Anwendungen im Baubereich zum Einsatz: als Fenster, als Rohrleitung, als Wärmedämmung, Bodenbelag und vieles mehr. Diese Produkte haben eine äußerst lange Lebensdauer und helfen während des Gebrauchs, wertvolle Ressourcen zu sparen. Eine Wärmedämmung etwa spart schon im ersten Jahr ihrer Nutzung die Energiemenge ein, die zu ihrer Produktion nötig war. Schon ab dem zweiten Jahr spart sie netto Ressourcen ein.

Baukosten – Wieviel kostet der Faktor Energieeffizienz wirklich?

Energiesparhäuser müssen nicht teurer sein

Foto: Modernisierungsoffensive

Foto: Modernisierungsoffensive

In den Koalitionsverhandlungen haben Union und SPD ein milliardenschweres Paket zur Schaffung von mehr Wohnraum beschlossen. Der soziale Wohnungsbau soll mit einer Summe von bis zu zwei Milliarden Euro bis 2021 gestärkt werden. Ein Baukindergeld für Familien und Investitionsanreize für die Bauwirtschaft sollen den Bau von mehr Wohnungen bahnen – dafür sind ebenfalls zwei Milliarden Euro in Aussicht gestellt.

Warum ist der Wohnungsbau so teuer?

Die einzuhaltenden Umweltstandards und Vorgaben zur Energieeffizienz werden immer wieder für die Kostensteigerungen in Neubauprojekten verantwortlich gemacht. Fakt ist: seit 1945 steigen die Baukosten, da die Qualität der Wohnhäuser immer weiter verbessert wurde. Größere Wohnflächen, standardmäßig verfügbare Balkone und große Bäder, hochwertige Materialien, modernere Technik, mehr Wohnkomfort und natürlich auch höhere Energieeffizienz.

Die reinen Baukosten werden oft als einziger Bewertungsmaßstab für kostengünstiges Bauen angesetzt. „Wir bauen billig um teuer zu wohnen“ stellte Karl Hencky bereits 1921 in seiner Veröffentlichung “Wärmeverluste durch ebene Wände” fest. Und das gilt heute mehr denn je. Je energieeffizienter ein Neubau, desto mehr Energie und Kosten können ab Einzug und über die gesamte Lebensdauer hinweg eingespart werden. Doch die Baukosten schlagen nun mal beim Bau mit durchaus beträchtlicher Höhe zu Buche. Die Summe steht von Beginn der Bauarbeiten bis weit nach Fertigstellung im Raum und wird immer wieder zum Maß aller Dinge gemacht. … Weiterlesen