Der Spiegel zeigt die „Bürokratie-Posse“ bei der Dämmstoffentsorgung auf

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Foto: © Rudolpho Duba – pixelio.de

„Die Sanierung von Fassaden ist in Deutschland vielerorts zum Erliegen gekommen. Schuld daran ist eine Vorschrift für altes Dämmmaterial aus Styropor“ so Gerald Traufetter im Spiegel.

Zum 1. Oktober 2016 wurde das Flammschutzmittel HBCD, das in vielen alten Polystyrol-Dämmstoffen enthalten ist, zusätzlich als „gefährlicher Abfall“ deklariert. Die formale Umsetzung einer EU-Richtlinie durch den Deutschen Bundesrat sorgt für große Verunsicherung, Unmut und Preispoker. „Wie eine Öko-Verordnung die Sanierung von Häusern lahmlegte“ titelt der Spiegel. … Weiterlesen

Bundeskabinett erleichtert Dämmstoff-Entsorgung

Hendricks: Abfallwirtschaft soll übertriebene Preisaufschläge zurücknehmen

Hendricks: "Abfallwirtschaft soll übertriebene Preisaufschläge zurücknehmen "

Hendricks: “Abfallwirtschaft soll übertriebene Preisaufschläge zurücknehmen” Foto: BMUB/Sascha Hilgers

Ein Thema lässt die Baubranche zum Jahresende 2016 nicht mehr los: Die Entsorgung HBCD-haltiger Dämmstoffe sorgt für große Verunsicherung, Unmut und Preispoker. Auch wir beobachten die Dämmstoffbranche mit Hoffnung darauf, dass das Entsorgungsproblem zu Gunsten und nicht auf Kosten des Klimaschutzes zeitnah gelöst werden kann. Und es tut sich tatsächlich was! Das Bundeskabinett hat am 21. Dezember 2016 dem Bundesratsbeschluss für ein einjähriges Moratorium bei der Entsorgung von HBCD-haltigen Dämmplatten zugestimmt. … Weiterlesen

„Bärendienst für die Umwelt“

Interview zur Entsorgung von Dämmstoffen aus Polystyrol (EPS) mit HESA-Programmleiter Werner Eicke-Hennig

Am Freitag den 16. Dezember entscheidet der Bundesrat nach drei Monaten erneut darüber, ob Dämmstoffe aus Polystyrol (EPS) als „gefährlicher Abfall“ eingestuft bleiben. Norbert Hain, Geschäftsführer des Landesinnungsverbandes der Dachdecker Hessen, Weilburg interviewte dazu Werner Eicle-Henning von der Hessischen Energiesparaktion.  Denn nicht nur Hauseigentümer und Bauherren sind verunsichert auch Bauunternehmen und Handwerksbetriebe brauchen klare Antworten.

Herr Eicke-Hennig, wie gefährlich ist das unter dem Markennamen „Styropor“ bekannte Polystyrol?

Werner Eicke-Hennig, HESA-Programmleiter im Interview zur Entsorgung von Dämmstoffen

Werner Eicke-Hennig, HESA-Programmleiter im Interview zur Entsorgung von Dämmstoffen

Polystyrol ist ein reiner Kohlenwasserstoff und deshalb z.B. auch als Lebensmittelverpackung zugelassen. Polystyrollacke zieren viele Einbauküchen, EPS polstert den Helm des Radlers, selbst Skistiefel sind aus Polystyrol. Eine Gefahr für das menschliche Leben geht von dem Stoff nicht aus. Die neue Einstufung wendet sich nicht gegen den Dämmstoff, sondern gegen das darin bis 2015 enthaltene Flammschutzmittel HBCD. … Weiterlesen

EnergiePlusHaus heute schon billiger als Normalbau

Hausbau-Reportage zum ersten deutschen EnergiePlus-Wohnhaus

Erstes EnergiePlus Haus in Offenhausen Foto: Fachvereinigung Extruderschaum e.V.

Erstes EnergiePlus Haus in Offenhausen
Foto: Fachvereinigung Extruderschaum e.V.

Bald keine Heizkosten mehr? In Offenhausen bei Nürnberg wurde das erste EnergiePlusHaus gebaut, das den „KfW-Effizienzhaus 40 Plus“-Standard erfüllt und unterm Strich – aufgrund sehr guter Förderung – billiger ist, als ein Normalbau. „Lieber jetzt vordenken anstatt später nachrüsten.“ Das könnte das allgemeinverständliche Motto für moderne Neubauten werden.

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Paris plant Nutzgärten auf Gründächern und Grünflächen

Paris – die Stadt der Liebe – hat seine Liebe für Gründächer entdeckt

„100 Hektar sollen bis 2020 neu bepflanzt werden, auf Dächern, an Fassaden oder auf Wiesen“  berichtet das Handelsblatt in einem aktuellen Beitrag.

Andere Großstädte machen es vor: Dachgarten mitten in Monaco Foto: © Gerhard Rolinger - ww.pixelio.de

Andere Großstädte machen es vor:
Dachgarten mitten in Monaco
Foto: © Gerhard Rolinger – ww.pixelio.de

Diese Entscheidung beruht dabei auf einem ganz praktischem Hintergrund:
„Ein Drittel der Bepflanzung soll dem Anbau und der Produktion von Obst und Gemüse dienen. Nahrungsmittel aus der Stadt für die Stadt. Paris erhoffe sich dadurch einen großen Effekt für den Klimaschutz: Die städtische Landwirtschaft vermeidet nicht nur Stunden, sondern Tage an Anlieferungszeiten, Treibgasemissionen werden vermindert, und wenn grüne Dächer die Sonnenstrahlungen aufnehmen, wird sogar der Betrieb an Klimaanlagen verringert” heißt es im Beitrag weiter.

Dass Paris nun auch auf begrünte Dächer und Fassaden setzt, kommt nicht von ungefähr. Denn die Gründächer machen Klimaschutz besonders in Großstädten sichtbar und greifbar. … Weiterlesen

Klimaschutz – einfach ist anders

Dämmstoffkontroverse – EnEV 2017 – Klimaschutzplan 2050

Ökodämmstoffe

Foto: www.helenesouza.com – www.pixelio.de

Bauherren und Hauseigentümern wird es zurzeit nicht gerade einfach gemacht. Anscheinend sind unsere Wohnhäuser die CO2-Verursacher Nummer 1 und Hauseigentümer die einzige Zielgruppe weit und breit, bei denen es immer was zu holen gibt.

Wenn es nach unserer Regierung ginge, soll nicht nur jeder sofort Hand anlegen, sondern dafür auch ordentlich Geld in die Hand nehmen. Und das zu Zeiten wo Mieten, Immobilien, Grundstücke und Bauleistungen teurer sind denn je. … Weiterlesen

Ratgeber: Informationsplattform Klimaaktiv.at

Der Bau eines Hauses ist für die Meisten eine der größten Investition ihres Lebens  Foto © K.Wernicke

Der Hausbau ist für viele eine der größten Investitionen ihres Lebens
Foto © K.Wernicke

Unsere Energieeinsparverordnung zu streng? Die staatliche Förderung zu sparsam und dafür die Baukosten für Energieeffizienz viel zu hoch? Der nationale Aktionsplan Energieeffizienz der deutschen Bundesregierung planlos?
Sowohl beim Klimaschutz als auch beim Bauen lohnt es sich, auch mal über den Tellerrand zu schauen. In diesem Fall, was unsere österreichischen Nachbarn in Sachen Energieeffizienz beim Bauen und Sanieren so „anders“ machen. Schließlich ist der Klimaaktiv-Gebäudestandard österreichweit die Richtschnur für ökologisches und energieeffizientes Bauen. … Weiterlesen

Wohnen im “Vierklee” – energieeffizient gebaut eine runde Sache

Ein außergewöhnliches Wohnprojekt verdient auch einen außergewöhnlichen Namen. In der Tiroler Gemeinde Gnadenwald entstanden drei Einzel- und ein Doppelwohnhaus, angeordnet wie ein vierblättriges Kleeblatt. Das gab der Siedlung schnell den sympathischen Spitznamen „Vierklee“.
Foto: www.fotostanger.com Quelle: m.sms-spenglerei-stubaital.at

Die neue Wohnsiedlung in Niedrigenergiebauweise im Bau
Foto: www.fotostanger.com
Quelle: m.sms-spenglerei-stubaital.at

Die originelle Form und die ureigen geschwungene Holzfassade sind nur zwei Highlights. Die Wohnsiedlung überzeugt dabei auch durch seine inneren Werte und bekam für seine Niedrigenergiebauweise die höchste österreichische Auszeichnung für energieeffiziente Gebäude. Alle vier Baukörper erreichen den klimaaktiv-Gold-Standard. Kein Wunder, dass die insgesamt fünf Wohneinheiten innerhalb kürzester Zeit bereits vergriffen waren. … Weiterlesen

Auf der Bauherren-Wunschliste ganz oben: Das Flachdach

Für die Ausführung gibt es drei Varianten

Flachdächer sind modern und bringen gegenüber dem Steildach manche Vorteile.

Foto: Ronny Meyer
Flachdächer sind modern und bringen gegenüber dem Steildach manche Vorteile.

Gäbe es für Flachdächer einen Aktienkurs: Er würde steil nach oben zeigen. Im Wohnhausbau hat das Flachdach nämlich in den vergangenen Jahren dafür gesorgt, dass sich ein ganz eigener, sehr klarer Baustil entwickeln konnte. So steht das Flachdach heute ohne Frage als Synonym für „modernes Bauen“. … Weiterlesen

Schnee wird mit Dämmung über den Sommer gebracht

Wanderer könnten in den Alpen mitten im Sommer auf eine zwar unscheinbare, aber umso kältere “Snow-Farm” treffen

SommerschuheWer auf seiner Tour einen erst einmal unscheinbaren, abgedeckten Hügel entdeckt, vermutet sicherlich nicht den Schnee vom letzten Winter darunter. Doch genau so ist es. Denn der wartet trotz sommerlicher Temperaturen auf seinen Einsatz in der kommenden Skisaison.

So geschehen zum Beispiel auf der Resterhöhe, einem 1.894 Meter hohen Berg in den Kitzbüheler Alpen. Im Frühling 2015 hatten die Kitzbüheler rund 24.000 Kubikmeter Schnee deponiert und sorgfältig bedeckt mit speziellen XPS-Dämmplatten in zehn Zentimeter Stärke. Darüber eine Silofolie. … Weiterlesen