Die Dämmung der Bodenplatte ist nicht nur finanziell ein Gewinn

Gastkommentar Ronny Meyer – Bauingenieur, Journalist und Autor

Die beste Energiebilanz erhält man mit einer rundum energieeffizienten Gebäudehülle. Damit auch wirklich keine Wärme verloren geht, muss man schon bei der Bodenplatte auf eine perfekte Dämmung achten.

Foto: Hartmut910 I pixelio.de

Foto: Hartmut910 I pixelio.de

Beim Entwurf eines Neubaus stehen nahezu immer nur die Wohnräume und die Gesamterscheinung des Hauses im Fokus. Ist ja auch klar: Denn Dach, Fassade, Wohnzimmer, Bad und Küche sind das, was man jeden Tag sieht. Und das Fundament? Das blendet man gerne aus, es gibt ja Wichtigeres. Bestenfalls werden gedanklich die Außenabmessungen und die tragenden Wände des Erdgeschosses einfach nur runter auf die Baugrubensohle gelotet, die Ecken mit Strichen verbunden. Fertig ist der Plan. Im übertragenen Sinne könnte man sagen, es werden bei der Hausplanung die schönsten Kleider ausgesucht, aber die Schuhe haben keine Sohle. Das ist ungünstig: Denn so attraktiv das Haus auch später sein wird – ob mit oder ohne Keller gebaut – es kühlt nach unten aus. … Weiterlesen

Bis zu 4.000 € für einen Energieberater übernimmt der Staat

Energieberater beauftragen und Zuschuss beantragen!

Geförderte Baubegleitung durch Energieberater jetzt auch im Neubau

Foto: Hartmu910 – www.pixelio.de

Bauherren die nicht nur neu, sondern auch mit Energieeffizienz bauen wollen, kommen sich sicherlich manchmal vor, als balancieren sie auf einem Hochseil. Auf der einen Seite der Traum vom Eigenheim, auf der anderen Seite Bereitschaft und Wunsch etwas für Klima und Umwelt zu tun. Für Letzteres gibt es zwar Aufwind in Form finanzieller Förderung vom Staat, doch Baukosten, Finanzierung und hohe energetische Baustandards zum Erreichen der ersehnten Förderstufe ziehen dabei ganz schön nach unten. Wie sollen Bauherren da das Gleichgewicht behalten? Ein Netz mit doppeltem Boden wäre genau das, was sich viele beim Bauen wünschen würden.

Für zusätzliche Sicherheit kann ein baubegleitender Energieberater sorgen.

Dieser kann sicherstellen, dass ein geplantes Effizienzhauskonzept in der Bauphase und Praxis auch wirklich aufgeht. Der Energieberater konzentriert sich dabei auf alle energetischen Schwerpunkte, die zum Erreichen eines niedrigen Energieverbrauchs und der gewünschten Förderung erforderlich sind und ergänzt somit die Leistung von Architekt und Ausführenden. Falsche Dämmstoffe, Mängel bei Einbau oder Konstruktion oder die Abstimmung und Einstellung von Lüftung und Heizung – konkrete Vorgaben und rechtzeitig erkannte Probleme können so direkt geklärt und behoben werden. … Weiterlesen

Moderne Energiesparhäuser werden lukrativ gefördert

Die KfW-Neubauförderung spielt ab April in einer neuen Liga.

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Foto: Michael Grabscheit – www.pixelio.de

Seit 1. April 2016 gibt es für den Neubau eines Energiesparhauses mehr Förderung von der KfW. Verantwortlich für die Neuaufstellung des KfW-Programms ist die Verschärfung der Energieeinsparverordnung (EnEV) zum Jahresbeginn 2016.

Der Höchstwert für den Jahres-Primärenergiebedarf verschärfte sich um 25 Prozent, um ca. 20 Prozent die Vorgaben für den Wärmeschutz von der Bodenplatte über die Wände bis zum Dach. Das heißt: Wer jetzt baut, muss die neuen Anforderungen erfüllen.
Grund und Zeit zum Ärgern – „wieso denn gerade jetzt“ – gibt es allerdings nicht. Ein neuer Referentenentwurf der EnEV ist schon in der Pipeline: Hier ist eine weitere Verschärfung des Jahres-Primärenergiebedarf um nochmal 25 Prozent im Gespräch.

Bauen bleibt auch zukünftig bezahlbar, zumal höhere Baukosten mit niedrigen Zinsen, Zuschüssen und geringeren Energiekosten abgefedert werden können. Wer jetzt schon besser baut, kann sich zukünftig zurücklehnen und auf minimale Heizkosten einrichten, unabhängig von der Energiepreisentwicklung. … Weiterlesen

Der Energieausweis auf dem Prüfstand

Die Deutsche Umwelthilfe nimmt den Energieausweis unter die Lupe

Aktuelles Positionspapier der Deutschen Umwelthilfe

Aktuelles Positionspapier der Deutschen Umwelthilfe

Der Gebäudeenergieausweis hat Schulnoten bekommen und die fallen mit einer Gesamtnote von mangelhaft nicht besonders gut aus. Zu diesem Resultat kommt die Deutsche Umwelthilfe (DUH) in Ihrem aktuellen Positionspapier „Der Energieausweis – wie sein Potential ausgeschöpft werden kann“.

Fazit der DUH: „Die Umsetzung der europäischen Richtlinie durch die Energieeinsparverordnung (EnEV) in Deutschland ist mangelhaft. Bisher wurde es versäumt, das Potential dieses aus Verbraucherperspektive und klimapolitischer Sicht sinnvollen Instrumentes auszuschöpfen.“ … Weiterlesen

Auf die Dächer – fertig – grün

Gründächer als Ruhezone oder Treffpunkt sollen die Hamburger City noch lebenswerter machen. Die Hansestadt will den Bau von Gründächern mit der Gründachstrategie ordentlich vorantreiben und hat dazu ein stadteigenes Förderprogramm geschaffen. Bis zu 60% der Kosten für Gründächer auf neuen und alten Gebäuden werden bezuschusst: Im gesamten Stadtgebiet und in der Innenstadt zusätzlich mit dem Innenstadtzuschlag.

Informationsbroschüre / Behörde für Umwelt und Stadtentwicklung HamburgGründächer, DachbegrünungGründächer, Dachbegrünung, BUE, Behörde für Umwelt und Stadtentwicklung, Hamburg

Informationsbroschüre / Behörde für Umwelt und Stadtentwicklung BUE, Behörde für Umwelt und Stadtentwicklung, Hamburg

Doch warum bietet Hamburg seinen Bauherren solche lohnenden Fördermöglichkeiten?  Gründächer sind reinste Multitalente – im Kleinen wie im großen Ganzen.

Jens Kerstan, Senator für Umwelt und Energie bringt es auf den Punkt: „Gründächer filtern Feinstaub, verbessern das Stadtklima und sie bieten Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Bei Starkregen verhindern sie ein Überlaufen der Siele und damit Überschwemmungen.“

Mit jedem Gründach wird Hamburg also sauberer, umweltfreundlicher und auch sicherer. Wenn das kein Grund ist mitzumachen! Ausreden gibt es nicht, denn mit ihrer neuen und hilfreichen Broschüre gibt es die eigene Gründachstrategie für Hamburger Bauherren und Hauseigentümer gleich frei Haus. … Weiterlesen

Wie umweltfreundlich ist ein Bauprodukt?

In einem Kurzfilm erklärt das Institut Bauen und Umwelt, was EPDs sind

Was ist eine EPD? IBU e.V.

Was ist eine EPD? IBU e.V.

Bei immer mehr Elektrogeräten im Haushalt gibt es eine Kennzeichnungspflicht, wie viel Energie sie eigentlich verbrauchen. Selbst für alte Heizung wurde nun ein Effizienzlabel eingeführt. Doch woher weiß man als Bauherr und Planer, wie umweltfreundlich die verschiedenen Baumaterialen, für Bodenplatte und Fußboden, für Wand und Wärmedämmung oder Dach und Dachdeckung wirklich sind?

Die Antwort geben Umweltdeklarationen

(englisch Environmental Product Declarations, kurz EPD) … Weiterlesen

Naturdämmstoffe im Fokus der DUH

Ökodämmstoffe

Foto: www.helenesouza.com – www.pixelio.de

Naturdämmstoffe trauen sich Schritt für Schritt vorwärts, hinein in den Dschungel der deutschen Hausbauprojekte. Doch auch oder gerade Naturdämmstoffe haben mit einigen Vorurteilen zu kämpfen. Grund genug für die Deutsche Umwelthilfe (DUH), dem Thema eine Broschüre zu widmen. Schlechte Dämmwirkung, geringer Schallschutz, hohe Brandgefahr, begünstigt Schimmel und Algen, hält nicht lange, nicht wirklich ökologisch und nachhaltig, zu teuer … im Hintergrundpapier „Naturdämmstoffe – Wider die falschen Mythen“ geht die DUH auf alle diese Punkte ein. … Weiterlesen

Was ist neu in 2016?

Umweltbewusst Bauen - die Neuerungen für 2016 im ÜberblickOb Bauherr oder Hauseigentümer, 2016 gibt es einiges Neues zu beachten. Damit Sie die wichtigsten Änderungen zum Thema Umweltbewusst Bauen gleich auf dem Schirm haben, was es z.B. mit der Verschärfung der EnEV auf sich hat, mit welchen Fördermöglichkeiten Bauherren ab April rechnen können und welche Heizungen ein Energieeffizienzlabel erhalten, hier ein guter Überblick für Sie:

Höhere EnEV-Anforderungen an Neubauten

Wer neu baut, muss sich seit 1. Januar 2016 an erhöhte gesetzliche Anforderung halten. Mit Jahresbeginn trat die Verschärfung der Energieeinsparverordnung (EnEV) in Kraft. Im Vergleich zu den bisherigen Anforderungen ändern sich vor allem zwei Kriterien: … Weiterlesen

Neue Bauweise, altes Denken?

Pressebeitrag der Hessischen Energiespar‐Aktion
Dipl.‐Ing. Werner Eicke‐Hennig
Großstadt-Träume

Foto: Bernd Kasper / www.pixelio.de

Wir schaffen durch Dämmbauweise eine behaglich‐warme Oberflächen- temperatur auf der Innenseite der Gebäudehülle und lösen damit die Ressourcenfrage beim Heizen sowie das Wohnhygieneproblem gleich mit. Aber die hohe Entwicklungsgeschwindigkeit verunsichert. Auch wehren sich die Protagonisten des Alten gegen das Neue, es geht schließlich um einen Milliardenmarkt. Dipl.‐Ing. Werner Eicke‐Hennig geht der Frage: “Ist diese Kritik an der Dämmung zur Energieeinsparung berechtigt oder nicht?” auf den Grund. Dazu nähert er sich dem Thema Wärmedämmung aus dem baugeschichtlichen Zusammenhang.

 

Anders als den Tieren fehlt uns Menschen der Schutz vor der Witterung: Wir haben statt Gefieder und Fell nur unsere nackte Haut. Der sichere Kältetod zwingt den Homo sapiens zum Bau schützender Behausungen. Da wir Menschen über keinen genetischen Code für den perfekten “Nestbau” verfügen, haben wir spärlich angefangen und entwickelten unsere Behausungen mit den Jahrtausenden immer weiter. Die Triebfeder war vor allem die Knappheit der Baustoffe, hervorgerufen durch eine wachsende Bevölkerungszahl und die Nutzung der Bauerfahrungen zur Schaffung gesünderer, dauerhafterer und kostengünstigerer Gebäude. Knappe Ressourcen beschäftigen uns noch immer und die Bautechnik ist deshalb seit 1974 wieder im Umbruch.

Von der Massiv‐ zur Dämmbauweise

Natürliche Behausungen bewohnte der Mensch, solange in unseren Breiten weniger als eine Million Menschen lebten. Die Nomadenzeit war geprägt durch das einfache Schutzdach aus Laub und die Jurte aus Fasern. In der langen Übergangszeit zum Ackerbau wandelte sich dieser Einfachbau während der Stein‐ und Bronzezeit zur Flechtwerkhütte. Sie entwickelte sich aus dem einfachen Strohdach über einer die Kopfhöhe sichernden Bodengrube. Man schaute die grasgefüllten zweischaligen Flechtwerkwände dem Dach ab. Ihr Dämmwert entsprach schon vor 3400 Jahren dem Niveau der Wärmeschutzverordnung von 1995, behaglich waren sie wegen vieler Undichtheiten trotzdem nicht. … Weiterlesen

Infofilm „Althaus ist Kalthaus“

Althaus ist Kalthaus

Althaus ist Kalthaus – Ein Film der Hessischen Energiesparaktion

Der 35-minütige Film über die Dämm- bauweise ist die Antwort der Hessischen Energiesparaktion auf die fortwährend harsche Kritik gegenüber Wärmedämmung.

Der Film stellt die Wärmedämmung in einen baugeschichtlichen Zusammenhang, besucht das bereits 1927 gedämmte Einsteinhaus in Caputh, stellt renommierte Wissenschaftler aus Deutschland und Österreich und ihre eindeutigen Messergebnisse und Langzeitstudien zur Dämmung und Dämmmaterial vor, lässt Hausbesitzer von gedämmten Ein- und Mehrfamilienhäusern zu Wort kommen und einiges mehr. Unumstößliche Erkenntnis des Filmes ist: Die Wärmedämmung eines Gebäudes wirkt!

www.energiesparaktion.de/wai1/bestell.asp?aktion=detail&pub_id=92&rnd=0,2417719