DGNB entwickelt Ressourcenpass für Gebäude

Kennen Sie die Ökobilanz, den Ressourcenverbrauch, die Klimawirkung oder die Kreislauffähigkeit Ihres Gebäudes?

Foto: Bernd Kasper – pixelio.de

Der Energieausweis für Gebäude hat sich in den vergangenen Jahren erfolgreich etabliert. Dieser fokussiert auf die Nutzungsphase einer Immobilie, betrachtet jedoch nicht die für den Klimaschutz so wichtige Zielgröße der CO2-Emissionen. Bauphase und Baukonstruktion und die dort entstandenen negativen Umweltwirkungen sind ausgespart. Hier setzt die Idee eines Gebäuderessourcenpasses an.

Warum reicht der Energieausweis nicht aus?

Nach Angaben des NABU „sind die CO2-Emissionen aus Bau und Nutzung von Gebäuden für etwa 30 Prozent der Emissionen in Deutschland verantwortlich. Allein bei der Herstellung von Baustoffen zur Errichtung und Modernisierung von Gebäuden werden etwa acht Prozent der deutschen Treibhausgas-Emissionen produziert.“

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Neubauförderung nur noch für nachhaltiges Effizienzhaus 40

Bauherren müssen für eine Förderung auf mehr Nachhaltigkeit setzen

Dass die Neubauförderung schnell vergriffen sein wird, vermuteten viele. Doch bereits innerhalb weniger Stunden? Das zur „Verfügung stehende Budget von einer Milliarde Euro sei bereits im Laufe des Vormittags ausgeschöpft“ worden, so die Information vom Bundeswirtschaftsministerium kurz nach Neustart der Neubauförderung für das Effizienzhaus 40. Wirtschaftsminister Habeck stellte klar, dass die Förderung damit nahtlos in das Programm „Effizienzhaus 40 Nachhaltigkeit“ übergeht. Das soll bis Ende des Jahres laufen.  Somit gilt seit 21. April bereits die Stufe 2 der Neubauförderung. Die Förderung für den Bau eines Effizienzhauses 40 wird damit nur noch in Kombination mit dem Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude gewährt.

Beim Nachaltigen Bauen sind nicht nur die Baustoffe ansich relvant Foto: pixabay.com Michael Gaida
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Neubauförderung für effiziente Gebäude

Neustart am 20. April 2022

Neustart der Neubauförderung

Ab 20.4.2022 nimmt die KfW wieder die Neubauförderung auf. Förderanträge können für Wohngebäude als Effizienzhaus 40 und für Nichtwohngebäude als Effizienzgebäude 40 gestellt werden. Damit wird die Neubauförderung zuerst mit modifizierten Förderbedingungen fortgeführt, allerdings im Rahmen der geplanten Neuausrichtung bis zum Jahreswechsel 2022-2023 nochmals angepasst. Ab 2023 soll dann das neue Förderprogramm „Klimagerecht Bauen“ starten.

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Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) startet 2021

Linksammlung zur neuen BEG-Förderung

Förderungen für energieeffiziente Häuser

Förderungen für energieeffiziente Häuser

Rund 35 Prozent der gesamtdeutschen Endenergie wird in Gebäuden verbraucht, vor allem für Heizung und Warmwasser. Dabei will die Bundesregierung bis zum Jahr 2050 einen klimaneutralen Gebäudebestand realisieren und unterstützt dazu bereits Maßnahmen und Investitionen mit staatlichen Zuschüssen und Förderkrediten um die Energieeffizienz von Gebäuden zu erhöhen. … Weiterlesen

Bessere Neubau-Förderung in 2020

KfW erhöht Kredit und Tilgungszuschuss

KfW-Bildarchiv Thomas Klewar

Für den Neubau oder Kauf eines Wohnhauses als KfW-Effizienzhaus kann ein Förderkredit im Rahmen des KfW-Programms „Energieeffizient Bauen“ beantragt werden. Die gute Nachricht für Bauherren zum Jahresbeginn 2020: Die Konditionen der staatlichen Förderung verbessern sich ab 24.01.2020.

Das heißt konkret: Der maximale Kreditbetrag steigt um 20.000 Euro auf insgesamt 120.000 Euro je Wohnung. Und auch der Tilgungszuschuss erhöht sich um 10 Prozent. Der Tilgungszuschuss ist eine Art Teilschuldenerlass und wird von der Rückzahlung erlassen, wenn die Förder- und Energiestandards eingehalten werden.

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Energieeffizienz spielt neben grünen Gasen eine entscheidende Rolle

Die grünste Energieversorgung bringt nichts, wenn unsere Gebäude nicht effizient mit der Energie haushalten

Passivhaus

Foto: Bernd Kasper / www.pixelio.de

Ein Expertendossier sorgte kürzlich für Aufregung. 23 Unterzeichner, darunter namenhafte Professoren wie Peter Hennicke, Uwe Leprich und Wolfgang Eichhammer vom Fraunhofer ISI in Karlsruhe sowie Martin Jänicke, warnen vor einen Hype um die so genannten Grünen Gase. In Wasserstoff und Methan aus Sonne und Wind werden viele Erwartungen gesetzt zukünftig unseren Energieverbrauch durch Erneuerbare Energien zu decken. „Man dürfe nur nicht falsche Hoffnungen auf sie setzen und dabei wertvolle Zeit zur Umsetzung von Effizienzmaßnahmen verschlafen. Das ist die Botschaft eines „Expertendossiers“, Ende August in Berlin, nachzulesen in Enbausa.

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Ökologisch Bauen

Wirkungsvoller als man denkt

Mittlerweile ist ökologisches Bauen nicht mehr nur Ökofreaks mit Traumfängern im Garten vorbehalten. Wer ökologisch denkt oder aber einfach nur zeitgemäß bauen will, hat es heute viel leichter und ist eher ein Trendsetter, als ein Träumer.

Retentionsdach zum Regenrückhalt

Retentionsdach zum Regenrückhalt, Werkmann College – Groningen Foto: © OPTIGRÜN

Dennoch werden in Deutschland 70 Hektar oder anschaulicher Flächen der Größe von 100 Fußballfeldern versiegelt – betoniert, asphaltiert oder zugebaut – und zwar jeden Tag, 365 Tage im Jahr. Überschwemmungen und Aufheizungen sind die Folge. Oft wird erst aus  der vermeintlichen Not eine Tugend gemacht. Etwa zu wenig Grünflächen in den Großstädten und fehlende Bauplätze, dafür viele alte und ungenutzte Dachflächen, die mehr und mehr in den Fokus rücken und begrünt werden.

Dachbegrünung unter dem Aspekt des Klimawandels

Bauherren und Bewohner haben beim Gründach vor allem den Zusatznutzen und Komfortgewinn bisher ungenutzter Flächen als Dachterrasse, Dachgarten oder ganzer Nutzgärten zum Urban Gardening im Auge. Darüber hinaus ist die Begrünung von Gebäuden ein immer wichtigerer Beitrag zum ökologischen und nachhaltigen Bauen geworden.

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Regierung schmeißt 30 Milliarden zum Fenster raus

Milliardenschwere Ausgleichszahlungen für klimapolitische Versäumnisse

Der Bundesregierung drohen mindestens 30 Milliarden Euro an Ausgleichszahlungen für ihre klimapolitischen Versäumnisse, hat das Ökoinstitut berechnet.
Lieber teure Emissionszertifikate von andere EU-Länder kaufen, statt das Geld sinnvoll einzusetzen, um die EU-Klimaschutzvorgaben für Verkehr, Landwirtschaft und Gebäude doch noch zu erreichen oder zumindest anzugehen? Ist es nicht paradox bei Nichterreichen der Klimaziele die energetischen Standards noch herunterzuschrauben?

Die Grafik zeigt die Treibhausgas-Emissionen in Deutschland in Millionen Tonnen CO2-Äquivalente.  Quelle: Statistica

Die Grafik zeigt die Treibhausgas-Emissionen in Deutschland in Millionen Tonnen CO2-Äquivalente.
Quelle: Statistica

Statt den geplanten 2,1 t CO2 oder den nach wissenschaftlichen Berechnungen möglichen 90 Mio Emissionseinsparung wurden gerade mal 230.000 t eingespart.

„Im Gebäudebereich hat die Bundesregierung es über Jahre verpasst, die  CO2-Einsparpotentiale zu heben. Das zeigt der Klimaschutzbericht 2017 deutlich. So werden allein im Nationalen Aktionsplan Energieeffizienz (NAPE) statt 2,1 Mio. t  CO2 nur magere 230.000 t eingespart. Das entspricht lediglich einem Zehntel der ursprünglich geplanten Menge“ erklärt Jan Peter Hinrichs, Geschäftsführer des Bundesverbands energieeffiziente Gebäudehülle (BuVEG, www.buveg.de).

Verunsicherung statt Investitionsanreize

Die zögerliche Politik der Bundesregierung hat bisher dazu geführt, dass Hausbesitzer abwarten statt zu investieren. Bestes Beispiel für dieses enttäuschende Ergebnis ist die fehlende steuerliche Förderung für Energieeffizienzmaßnahmen. Umgesetzt wurde die Maßnahme bis heute nicht, weil sich Bund und Länder bei der Gegenfinanzierung nicht einigen konnten.
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Grüne Hausnummer für Energiesparendes Bauen

Woran erkennt man von außen, ob ein Haus besonders energieeffizient ist? In welchen Häusern wohnen eigentlich die Umweltbewussten und Klimaschützer unter uns?

Kampagnenbild der Grünen Hausnummer in Niedersachsen Foto: Dawin Meckel

Kampagnenbild der Grünen Hausnummer in Niedersachsen. Foto: Dawin Meckel

Achten Sie demnächst einfach mal auf „Grüne Hausnummern“. Bauherren und Hauseigentümer, die ihren Neubau mindestens als Effizienzhaus 55 fertiggestellt haben bzw. ihren Altbau energieeffizient saniert haben, können sich in einigen Bundesländern, Landkreisen oder Städten um genau so eine „Grüne Hausnummer“ bewerben. Die Hausnummer ist dabei nicht nur eine Art Visitenkarte, auf die man als Hauseigentümer zurecht stolz sein kann. Energieeffizienz, umweltbewusstes Bauen und Klimaschutz werden damit attestiert und für jedermann sichtbar. … Weiterlesen

Alles Müll oder was?

BUND fordert zum Plastikfasten auf

Laut BUND werden in Deutschland jährlich rund zwölf Millionen Tonnen Plastik verbraucht, davon lande mit rund sechs Millionen Tonnen pro Jahr die Hälfte im Müll – europaweit am meisten Plastikmüll!

Ökodämmstoffe

Foto: www.helenesouza.com – www.pixelio.de

Warum nicht aus dem „herkömmlichen“ Fasten, vor allem von Nahrung und schlechten Gewohnheiten, eins zu eins ein Plastikfasten machen? Nun, weil der Einsatz von Kunststoff das eine und „Plastikmüll“ das andere ist.

Verpackungen-Fasten

Über einen bestimmten Zeitraum hinweg Plastik beim täglichen Einkauf als Verpackung zu umgehen, wenn möglich zu Produkten ohne Verpackungen, in Mehrwegverpackungen aus Glas oder zu Verpackungen aus Papier und Karton zu greifen, das würde den Plastikmüll enorm reduzieren – besonders wenn jeder mitmacht und die Fastenzeit 365 Tage im Jahr beträgt.
Doch bei weitem nicht alle Kunststoffprodukte sind auch gleich Plastikmüll. Beim Versuch Kunststoffe komplett zu umgehen, wird es schwierig. Denn Kunststoffe sind nicht nur in Verpackungen auch in Haushaltsgeräten, Kleidung, Spielzeugen, Möbeln oder Autos.

Der BUND schlägt vor, zu Produkten ohne Verpackungen, in Mehrwegverpackungen aus Glas oder zu Verpackungen aus Papier und Karton zu greifen. Aber so einfach ist das nicht – oder so schwarz-weiß.  Würde man Verpackungen aus Kunststoff durch andere Materialien ersetzen, dann wäre der Energieverbrauch in Europa 2,2-mal höher und es würden 2,7-mal so viel Treibhausgase ausgestoßen werden, wie Studien belegen.

Es geht also nicht – wie so oft beim Thema Umwelt um ganz oder gar nicht oder um gut oder böse. Vielmehr gilt meist: sowohl als auch Kopfeinschalten! Mitdenken!

Sicherlich ist es sinnvoll die Plastiktüte gegen den Stoffbeutel zu ersetzen. Aber es gibt auch Kunststoffprodukte, die zur Energie- und Ressourceneinsparung dienen und die CO2 Emission sogar verringern.

So kommen aktuell etwa ein Viertel der verarbeiteten Kunststoffe in langlebigen Anwendungen im Baubereich zum Einsatz: als Fenster, als Rohrleitung, als Wärmedämmung, Bodenbelag und vieles mehr. Diese Produkte haben eine äußerst lange Lebensdauer und helfen während des Gebrauchs, wertvolle Ressourcen zu sparen. Eine Wärmedämmung etwa spart schon im ersten Jahr ihrer Nutzung die Energiemenge ein, die zu ihrer Produktion nötig war. Schon ab dem zweiten Jahr spart sie netto Ressourcen ein.