Geplanter Förderstopp fürs Effizienzhaus 55 im Neubau

Förderpolitik muss verlässlicher werden

Förderstopp fürs Effizienzhaus 55: Foto: Sebastian Göbel  / pixelio.de

Förderstopp fürs Effizienzhaus 55: Foto: Sebastian Göbel / pixelio.de

Die Koalitionsgespräche laufen noch. Die neue Regierung ist noch nicht im Amt. Und doch werden die ersten Weichen schon gestellt. Die KfW informiert bereits offiziell: Das Effizienzhaus 55 wird aus der BEG-Neubauförderung gestrichen! Zum 1. Februar 2022 soll die Neubauförderung für das Effizienzhaus/-gebäude 55 in der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) eingestellt werden. Deutschlands größter Energieberaterverband GIH kritisiert: „Was klimapolitisch verständlich ist, kann planerisch gravierende Folgen nach sich ziehen“.
Doch erst einmal von vorn.
… Weiterlesen

Wärmedämmung – das unterschätzte CO2 Einsparpotenzial

Dämmung rechnet sich

Ökobilanz von Dämmstoffen im Fokus

Werden die möglichen CO2 Einsparpotenziale  durch eine Wärmedämmung unterschätzt? Der Fokus der Politik liegt klar auf Heizung und Energieversorgung. Eine Studie zeigt nun, wie schnell sich Dämmmaßnahmen energetisch amortisieren. Die zur Herstellung von Dämmstoffen benötigte Energie kann bereits nach kurzer Zeit durch die eingesparte Heizenergie kompensiert werden. Die Einspareffekte jedoch halten über 40 Jahre und länger an. Schauen wir uns die Studie einmal näher an.

Ökobilanz von Dämmstoffen – Stand heute

Mit der Aufgabenstellung einer „Ganzheitlichen Bewertung von verschiedenen Dämmstoffalternativen“ machten sich das Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg (ifeu) zusammen mit dem Verein Natureplus an die Arbeit. Die Ergebnisse der Studie zeigen schwarz auf weiß: Gedämmte Häuser vermindern den CO₂-Fußabdruck von Häusern enorm. … Weiterlesen

Klimaschutzziele im Gebäudebereich

Thema Klimaschutz bei kommender Bundestagswahl ganz oben

Image by Michael Schwarzenberger from Pixabay

Image by Michael Schwarzenberger from Pixabay

Eine Wahl hatten die Parteien dabei nicht. Das Energieeinsparziel für 2020 konnte im Gebäudebereich nicht erreicht werden. Das Urteil des Bundesgerichtshofs im April 2021 setzt noch einen oben drauf: „Verfassungsbeschwerden mehrerer Klimaschützerinnen und Klimaschützer waren zum Teil erfolgreich. Der Gesetzgeber muss beim Klimaschutzgesetz nachbessern.“

Selbst der eigens von der Regierung eingesetzte Klimarat fordert mehr Anstrengung bei Gebäuden. Der Expertenrat soll in Klimafragen bewerten, in welchem Umfang Programme und Aktivitäten der Ministerien zum Erreichen der Klimaziele beitragen. Die bisherige Bilanz fällt sehr kritisch aus: Die Treibhausgasminderungen würden überschätzt, die Maßnahmen wie bisher vorgesehen reichten bei weitem nicht aus.

 

Mehr Geld oder strengere Regeln?

Eins ist damit jetzt schon klar: Es wird Anpassungen an das neue Ziel für 2045 geben – vor allem im Gebäudebereich. Doch welche Art Neuerungen? Mehr Geld oder strengere Regeln? Derzeit ringen Finanzministerium, Umweltministerium und Wirtschaftsministerium um zukünftige Klimagesetze und eine Förderstrategie, die dann auch aufgeht. … Weiterlesen

Der Klimawandel ist vor unserer Haustür angekommen

Privataufnahme Betroffener in Ahrweiler

Privataufnahme Betroffener in Ahrweiler

Unglaubliche Schäden, deren Bilder einen fassungslos machen. Und das mitten in Deutschland. Die Auswirkungen der letzten Unwetterschäden lassen sich auch Wochen danach noch nicht beziffern. Die nächsten Extremwetterereignisse werden leider nicht auf sich warten lassen. Mehr als 11.000 Starkregenereignisse in 18 Jahren gab es in Deutschland – das sind im Schnitt zwei Starkregenereignisse pro Landkreis und Jahr!

Können wir die Auswirkungen solcher Ereignisse zukünftig mindern? Umweltbewusstes Bauen – der Titel unseres Blogs – gewinnt an Bedeutung, mehr denn je. Sei es das eigene Haus, unsere Städte und Dörfer, die hohe Flächenversieglung durch Straßen oder neue Bebauungen in natürlichen Überflutungsgebieten. Die Natur hat immer weniger Platz, Regenwasser versickert nicht einmal mehr auf Ackerflächen. Wo soll man anfangen, wo hört man auf?

Die Hilfsprogramme laufen an

In den betroffenen Katastrophengebieten stellt sich mit dem Aufräumen vielfach die Existenzfrage, welche Gebäude wurden zerstört oder nachhaltig geschädigt und müssen abgerissen und komplett neu aufgebaut werden.

Informationen zu finanziellen Hilfen und Landesförderungen finden Betroffene der Hochwasserkatastrophe unter anderem auf folgenden Seiten:

… Weiterlesen

Schwedisch-österreichischer Wald im Herzen Wiens

Weltweit erstes GREENPASS® Platinum Zertifikat für Möbelhaus

Neubau des "grünen" Ikeas am Westbahnhof in Wien

Neubau des “grünen” Ikeas am Westbahnhof in Wien

In der sonst dichten gründerzeitlichen Bebauung der Wiener Innenstadt entsteht derzeit auf ca. 4.000 m² Grundfläche ein siebengeschossiges Einrichtungshaus und Hostel mit begrünten Fassaden und einer öffentlich zugänglichen, begrünten Dachterrasse. Das nachhaltige Vorzeigeprojekt soll durch die Begrünung auch zu einem optimierten städtischen Mikroklima beitragen. Mit der Pflanzung von 160 Bäumen nimmt die Außenfassade nun Form an.

… Weiterlesen

Von Fakten und Halbwahrheiten

Ein Beitrag zur Versachlichung der Dämm-Diskussion

Bild von Gordon Johnson auf Pixabay

Bild von Gordon Johnson auf Pixabay

Alle reden vom Klima. Wenn es jedoch darum geht konkret etwas zu tun, dann sind es oft Verbote wie das von Plastiktüten, Wegwerfgeschirr und Wattestäbchen oder Aufforderungen zum verpackungslosen Einkauf. Also meist punktuelle, sichtbare Maßnahmen – klassische Symbolpolitik –  und Appelle.
Geht es aber um die wahren Klimakiller, läuft die politische Entscheidungsfindung oft zäh – gefangen irgendwo zwischen unterschiedlichsten Interessenskonflikten und dem Motto: lieber mal auf morgen verschieben…

So überrascht es nicht, dass – obwohl Deutschland seine Klimaziele für 2020 insgesamt gerade so erreicht hat – der Gebäudesektor das gesteckte Ziel verfehlt hat. Ein Drittel der CO2-Emissionen gehen über schlecht gedämmte Dächer und Fassaden direkt in die Atmosphäre. Das belastet unser Klima mehr als alles andere, einschließlich dem – sicher auch nicht zu Unrecht – vielgescholtenen Vielfliegen. Und die Klimaziele für 2050? Bis dahin sollen 95% der CO2-Emissionen eingespart werden. Man fragt sich nur wie das konkret funktionieren soll, wenn im Bereich der Gebäudemodernisierung eine bildlich gesprochen eher schulterzuckende Politik auf der Tagesordnung steht.

 

Bis zu 50% der Heizenergie wird in die Luft geblasen

Der größte Klimahebel ist ungenutzt

… Weiterlesen

Ausbaufähig: 1,2 Quadratmeter Gründach pro Einwohner

Immer mehr Städte und Gemeinden fördern den Bau von Gründächern

Als Klimaanpassungsmaßnahmen spielen Dach- und Fassadenbegrünungen zunehmend eine wichtige Rolle, der “BuGG-Marktreport Gebäudegrün 2020” , herausgegeben vom Bundesverband GebäudeGrün e.V. (BuGG), liefert erstmals eine Übersicht der Zahlen zur Dach-, Fassaden- und Innenraumbegrünung in Deutschland. Schwerpunktmäßig konnten vor allem Gründächer ausgewertet werden. … Weiterlesen

Grüne Bauten – Ausstellung mit Online-Führungen

grüne bauten

“EINFACH GRÜN – DIE BAUTEN” heißt die neue Austellung im Deutschen Architekturmuseum (DAM) in Frankfurt am Main.

Das Museum nimmt Besucher nun online mit auf einen Rundgang. Jedes Wochenende werden bei einer digitalen Führung andere begrünte Bauten vorgestellt und Fragen der Teilnehmer dazu beantwortet.

30 minütiges ZOOM-Meeting, kostenlos und ohne Teilnehmerbeschränkung
https://dam-online.de/veranstaltung/digitale-fuehrung-einfach-gruen-die-bauten-2021-02-21/

Die Baubranche als Konjunkturmotor nach dem Lockdown

Neue Prognos Studie vorgestellt – 125.000 neue Arbeitsplätze im Gebäudesektor möglich

Bild von Peggy und Marco Lachmann-Anke auf Pixabay

Bild von Peggy und Marco Lachmann-Anke auf Pixabay

Der Bundesverband energieeffiziente Gebäudehülle e.V. (BuVEG) und der Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE) stellten gemeinsam mit dem durchführenden Institut Prognos eine Studie zur „Fachkräftesicherung im Gebäudesektor – Arbeitskräftepotenziale unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Folgen der Covid-19-Pandemie“ vor. … Weiterlesen

Rechnet sich Dämmung?

IMG_3458

In den letzten Jahren gab es in Deutschland die Diskussion, ob und wann sich eine Wärmedämmung angesichts der dafür notwendigen Investitionen überhaupt lohnt. Gelegentlich war die Rede von einem Zeitraum von 20 bis 40 Jahren, bis sich eine Wärmedämmung amortisiert habe. Mit einer Studie zur Wirtschaftlichkeit hat das Forschungsinstitut für Wärmeschutz (FIW) in München nachprüfbare Fakten vorgelegt, um die Diskussion zu versachlichen.

Es kommt immer darauf an – Entscheidend sind Bauweise und Lebensdauer

Nach Angaben des FIW wurden die für eine Wirtschaftlichkeitsberechnung verwendeten Rahmenbedingungen – etwa die Dauer der Finanzierung der Wärmedämmung – bisher oft so unterschiedlich gewählt, dass eine eindeutige Aussage zur Amortisation gar nicht möglich war. Das Forschungsinstitut hat deshalb in der Studie Extremwerte herausgefiltert und aus den Daten plausible und nachvollziehbare Ergebnisse ermittelt.

Das Resultat der Wissenschaftler:
Die Wärmedämmung eines vor 1977 erbauten Hauses rechnet sich nach etwa vier bis zehn Jahren, die Dämmung einer Kellerdecke nach sechs bis acht Jahren, eine Steildachdämmung nach sechs bis 16 Jahren, die Dämmung einer nicht begehbaren obersten Geschossdecke amortisiert sich sogar schon nach zwei bis fünf Jahren und eine Flachdachdämmung nach fünf bis 13 Jahren. … Weiterlesen