Baugesetze und Freiheit

Ansicht der Antivilla von Arno Brandlhuber

Die Antivilla am Krampnitzsee. Foto: Jürgen Weidner

Freie Grundrisse und die Verknüpfung mit der umgebenden Landschaft sind die ent­schei­denden Komponenten, die dem einst eher für leblose Sachen konzipierten ehemaligen La­gerge­bäu­de der VEB Obertrikotagen „Ernst Lück“ zugefügt wurden und es in ein in­spi­rie­rendes Atelier- und Wohn­ge­bäude verwandelten.

Der Titel des Projektes – Antivilla – ist eher ir­re­führend, denn das Ergebnis ist kei­nes­wegs das Gegenteil eines luxuriösen und reprä­sen­tativen Landhauses, wie ur­sprüng­­lich im Römischen Reich mit dem Begriff „Villa“ be­zeichnet, sondern eine zeit­ge­mäße Modellierung dieser Werte im 21. Jahrhun­dert, die in Feuilletons und Fach­pres­se rege besprochen wird und mittlerweile auch als Kulisse trendiger Spielfilme Verwen­dung fin­det. … Weiterlesen

Passivhaus – Bauherren in Hannover haben gute Karten

www.proklima-hannover.de/privat/neubau/

www.proklima-hannover.de/privat/neubau/

Hannover entwickelt sich langsam zur Passivhaus-Hauptstadt in Deutschland. Die Stadt arbeitet emsig daran, den energiesparenden Passivhaus-Standard mit erneuerbarer Energieversorgung weiter zu etablieren. Circa 30 % aller neuen Wohngebäude in Hannover werden bereits im Passivhausstandard realisiert, „auf dem Land“ um und außerhalb Hannovers circa 3 %. Die Niedersächsische Landeshauptstadt bietet Bauherren eine gezielte Niedrigenergie- und Passivhaus-Beratung sowie eine lohnende Passivhaus-Förderung, in der die Qualitätssicherung bereits enthalten ist.

Fördbonus für hocheffiziente Baustandards

Die hohe Passivhausquote hat die Region zum großen Teil der Arbeit und Förderung des enercity-Fonds pro Klima zu verdanken. Der Klimaschutzfond wurde bereits am 8. Juni 1998 von den Städten Hannover, Hemmingen, Laatzen, Langenhagen, Ronnenberg und Seelze sowie der enercity AG gegründet – in dieser Form europaweit einzigartig schaut proKlima nun auf 20 Jahre erfolgreiche Klimaschutz-Arbeit zurück: Der gezielten regionalen Förderung von Maßnahmen und Projekten zur Energie- und CO2-Einsparung, zur Nutzung regenerativer Energien und der rationellen Energieanwendung. … Weiterlesen

Hilfreiche Labels und Zertifikate für Bauprodukte

Sören Scholz von DIN CERTCO im Interview zum europäischen Qualitätszeichen KEYMARK und dem DIN Geprüft-Siegel für Wärmedämmung

Die Qualität verbauter Baustoffe und Produkte lernen Bauherren erst nach der Kaufentscheidung und dem Einbau schätzen. Umso wichtiger ist, die Qualitätsmerkmale bereits vorher zu kennen. Und das ist mittlerweile gar nicht mehr so einfach.

Dipl.-Ing. (FH), Dipl.-Wi.-Ing. (FH) Sören Scholz - Leiter der Zertifizierungsstelle  DIN CERTCO Gesellschaft für Konformitätsbewertung mbH

Dipl.-Ing. (FH), Dipl.-Wi.-Ing. (FH) Sören Scholz – Leiter der Zertifizierungsstelle DIN CERTCO

Die Umstellung auf europaweit einheitliche und mandatierte Normen für Bauprodukte zog den Wegfall des etablierten Ü-Zeichens in Deutschland für CE-gekennzeichnete Produkte nach sich. Die Einführung zusätzlicher, freiwilliger Labels soll den Informationsverlust abfangen, ist auf den ersten Blick allerdings schwer zu durchschauen. Und die Kennzeichnungspflicht für Baustoffe wächst weiter. So gilt ab 1. Februar 2019 eine Deklarationspflicht für Bauprodukte, die im Innenraum verbaut werden: Für Boden-und Wandbeläge, Holzwerk- und einige Dämmstoffe müssen künftig die Emissionen stark flüchtiger organischer Verbindungen (VOC) in der sogenannten Leistungserklärung angegeben werden, die Bauprodukte mit CE-Kennzeichnung begleitet.

Umweltbewusst Bauen hat nachgefragt.

Sören Scholz, Leiter der Zertifizierungsstelle bei DIN CERTCO in Berlin, nimmt jährlich die Zertifizierung, Überwachung und Kennzeichnung von Produkten vor. Er gewährt uns einen Blick hinter die Kulissen und erklärt, was ein DIN-Zertifikat alles bedeutet. … Weiterlesen

Grüne Hausnummer für Energiesparendes Bauen

Woran erkennt man von außen, ob ein Haus besonders energieeffizient ist? In welchen Häusern wohnen eigentlich die Umweltbewussten und Klimaschützer unter uns?

Kampagnenbild der Grünen Hausnummer in Niedersachsen Foto: Dawin Meckel

Kampagnenbild der Grünen Hausnummer in Niedersachsen. Foto: Dawin Meckel

Achten Sie demnächst einfach mal auf „Grüne Hausnummern“. Bauherren und Hauseigentümer, die ihren Neubau mindestens als Effizienzhaus 55 fertiggestellt haben bzw. ihren Altbau energieeffizient saniert haben, können sich in einigen Bundesländern, Landkreisen oder Städten um genau so eine „Grüne Hausnummer“ bewerben. Die Hausnummer ist dabei nicht nur eine Art Visitenkarte, auf die man als Hauseigentümer zurecht stolz sein kann. Energieeffizienz, umweltbewusstes Bauen und Klimaschutz werden damit attestiert und für jedermann sichtbar. … Weiterlesen

Groko will Geld für Wohnungsbau und Wohneigentum in die Hand nehmen

Und was ist mit Energieeffizienz, Klimaschutz und steigende Mieten?

Koalitionsvertrag

Foto: birgitH – www.pixelio.de

Nun steht sie endlich, die Regierung. Nach einem halben Jahr Regierungsfindung bleiben nun knapp drei Jahre, um dann in den nächsten Wahlkampf zu ziehen. Was bis dahin auf der Agenda steht, wurde im Koalitionsvertrag festgehalten. „Efficiency First“, ein Punkt des Vertrags, wurde bei den Verhandlungen wohl noch nicht so ernst genommen. Bleibt zu hoffen, dass die “Energie”, die bereits eingeflossen ist, sich auch auszahlt.

Umweltbewusstes Bauen, Energieeffizienz und Klimaschutz – die Themen anzugehen, die es überhaupt in den Koalitionsvertrag geschafft haben, wird schon aufgrund der Ressort-Verteilung schwierig: Den Minister für „Wirtschaft und Energie“ stellt die CDU, den Minister für „Innen, Bau und Heimat“ die CSU und den Minister für „Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit“ die SPD.

Was die GroKo beim Thema Wohnen beschlossen hat

Baukindergeld, Modernisierungsumlage, Grundsteuer, Mietpreisbremse, sozialer Wohnungsbau, Immobilienspekulationen: Die GroKo hat zahlreiche Maßnahmen zum Thema Wohnen vereinbart. Die Kosten sollen bei rund vier Milliarden Euro liegen. Einen hilfreichen Überblick gibt der Spiegel:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/koalitionsvertrag-was-die-groko-beim-thema-wohnen-beschlossen-haben-a-1192332.html

Das steht zu Umwelt und Klima im neuen Vertrag

Was sind die wichtigsten Beschlüsse in den Bereichen Klima, Energie, Verkehr und Gebäude? klimaretter.info hat sie zusammengetragen:

http://www.klimaretter.info/politik/hintergrund/24253-uebersicht-koalitionsvertrag

VPB zum Koalitionsvertrag: Richtiger Ansatz, aber noch sehr viel zu tun!

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Alles Müll oder was?

BUND fordert zum Plastikfasten auf

Laut BUND werden in Deutschland jährlich rund zwölf Millionen Tonnen Plastik verbraucht, davon lande mit rund sechs Millionen Tonnen pro Jahr die Hälfte im Müll – europaweit am meisten Plastikmüll!

Ökodämmstoffe

Foto: www.helenesouza.com – www.pixelio.de

Warum nicht aus dem „herkömmlichen“ Fasten, vor allem von Nahrung und schlechten Gewohnheiten, eins zu eins ein Plastikfasten machen? Nun, weil der Einsatz von Kunststoff das eine und „Plastikmüll“ das andere ist.

Verpackungen-Fasten

Über einen bestimmten Zeitraum hinweg Plastik beim täglichen Einkauf als Verpackung zu umgehen, wenn möglich zu Produkten ohne Verpackungen, in Mehrwegverpackungen aus Glas oder zu Verpackungen aus Papier und Karton zu greifen, das würde den Plastikmüll enorm reduzieren – besonders wenn jeder mitmacht und die Fastenzeit 365 Tage im Jahr beträgt.
Doch bei weitem nicht alle Kunststoffprodukte sind auch gleich Plastikmüll. Beim Versuch Kunststoffe komplett zu umgehen, wird es schwierig. Denn Kunststoffe sind nicht nur in Verpackungen auch in Haushaltsgeräten, Kleidung, Spielzeugen, Möbeln oder Autos.

Der BUND schlägt vor, zu Produkten ohne Verpackungen, in Mehrwegverpackungen aus Glas oder zu Verpackungen aus Papier und Karton zu greifen. Aber so einfach ist das nicht – oder so schwarz-weiß.  Würde man Verpackungen aus Kunststoff durch andere Materialien ersetzen, dann wäre der Energieverbrauch in Europa 2,2-mal höher und es würden 2,7-mal so viel Treibhausgase ausgestoßen werden, wie Studien belegen.

Es geht also nicht – wie so oft beim Thema Umwelt um ganz oder gar nicht oder um gut oder böse. Vielmehr gilt meist: sowohl als auch Kopfeinschalten! Mitdenken!

Sicherlich ist es sinnvoll die Plastiktüte gegen den Stoffbeutel zu ersetzen. Aber es gibt auch Kunststoffprodukte, die zur Energie- und Ressourceneinsparung dienen und die CO2 Emission sogar verringern.

So kommen aktuell etwa ein Viertel der verarbeiteten Kunststoffe in langlebigen Anwendungen im Baubereich zum Einsatz: als Fenster, als Rohrleitung, als Wärmedämmung, Bodenbelag und vieles mehr. Diese Produkte haben eine äußerst lange Lebensdauer und helfen während des Gebrauchs, wertvolle Ressourcen zu sparen. Eine Wärmedämmung etwa spart schon im ersten Jahr ihrer Nutzung die Energiemenge ein, die zu ihrer Produktion nötig war. Schon ab dem zweiten Jahr spart sie netto Ressourcen ein.

Baukosten – Wieviel kostet der Faktor Energieeffizienz wirklich?

Energiesparhäuser müssen nicht teurer sein

Foto: Modernisierungsoffensive

Foto: Modernisierungsoffensive

In den Koalitionsverhandlungen haben Union und SPD ein milliardenschweres Paket zur Schaffung von mehr Wohnraum beschlossen. Der soziale Wohnungsbau soll mit einer Summe von bis zu zwei Milliarden Euro bis 2021 gestärkt werden. Ein Baukindergeld für Familien und Investitionsanreize für die Bauwirtschaft sollen den Bau von mehr Wohnungen bahnen – dafür sind ebenfalls zwei Milliarden Euro in Aussicht gestellt.

Warum ist der Wohnungsbau so teuer?

Die einzuhaltenden Umweltstandards und Vorgaben zur Energieeffizienz werden immer wieder für die Kostensteigerungen in Neubauprojekten verantwortlich gemacht. Fakt ist: seit 1945 steigen die Baukosten, da die Qualität der Wohnhäuser immer weiter verbessert wurde. Größere Wohnflächen, standardmäßig verfügbare Balkone und große Bäder, hochwertige Materialien, modernere Technik, mehr Wohnkomfort und natürlich auch höhere Energieeffizienz.

Die reinen Baukosten werden oft als einziger Bewertungsmaßstab für kostengünstiges Bauen angesetzt. „Wir bauen billig um teuer zu wohnen“ stellte Karl Hencky bereits 1921 in seiner Veröffentlichung “Wärmeverluste durch ebene Wände” fest. Und das gilt heute mehr denn je. Je energieeffizienter ein Neubau, desto mehr Energie und Kosten können ab Einzug und über die gesamte Lebensdauer hinweg eingespart werden. Doch die Baukosten schlagen nun mal beim Bau mit durchaus beträchtlicher Höhe zu Buche. Die Summe steht von Beginn der Bauarbeiten bis weit nach Fertigstellung im Raum und wird immer wieder zum Maß aller Dinge gemacht. … Weiterlesen

Online-Rechner für Bauherren

KfW-Bildarchiv photothek.net

Bauherren müssen ordentlich rechnen. Einkalkulierte Baukosten, voraussichtliche Energieeinsparung und mögliche Fördergelder wollen alle unter einen Hut gebracht werden. Und zwar am besten so, dass für möglichst wenig Investitionen ein Traumhaus entsteht. Online-Rechner helfen dabei. Drei clevere Helfer für Bauherren stellen wir Ihnen hier vor.

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Grüne Häuser erobern Großstädte

Emporis Skyscraper Award und Gründachstudien von Großstädten zeigen den ungebrochenen Trend

oasia-hotel-downtown-sky-garden

oasia-hotel-downtown-sky-garden

Immer mehr Bauherren und Planer setzen auf grüne Dächer, Innenhöfe und Fassaden. Selbst in engen Innenstädten und bei Hochhäusern. Das zeigte erst kürzlich die Bekanntgabe der Preisträger im „Emporis Skyscraper Awards 2016“. Den Internationalen Hochhauswettbewerb gewann ein spektakuläres Wohngebäude mitten in New York City. Das VIA 57 West – über 47 verschiedene einheimische Pflanzenarten begrünen den Innenhof des Wolkenkratzers.

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Neubau – einziehen, wohlfühlen und sparen

Dass energieeffizienter Neubau möglich ist, und das auch mit einem vertretbaren Budget für Grundstück und Hausbau, zeigt die erste fertiggestellte Effizienzhaus-Plus-Siedlung.

Foto: Effizienzhaus Plus-Siedlung Hügelshart  asset bauen wohnen gmbh/BayWa AG

Foto: Effizienzhaus Plus-Siedlung Hügelshart
asset bauen wohnen gmbh/BayWa AG

Steigende Mieten, günstige Baufinanzierung

– immer mehr Menschen wagen den Schritt ins Eigenheim. Doch tatsächlich wohnen derzeit  nur 45 % der Deutschen selbst in ihrem Eigenheim. Im Europavergleich ist das wenig. Die durchschnittliche Wohneigentumsquote beträgt hier 70 %!

Woran liegt`s?

Wie beim Monopoly müssen Bauherren im übertragenen Sinn derzeit einige Spielrunden drehen, um am jüngsten Bauboom teilhaben zu können. Wenige freie Baugrundstücke können zwar noch direkt gekauft werden, jedoch eher in ländlichen Gegenden. Die teureren – weil beliebteren – sind schon weg und bringen den Besitzern stattliche Mieten ein.
Reales Problem: Nicht nur die Mieten steigen. Auch die Grundstückspreise in Ballungsräumen klettern gemeinsam mit den Baukosten immer höher. Auf dem Land hingegen ist das Bauen zwar günstiger, doch die Wege zu Arbeitsstelle, Schule, Arzt und Einkaufsmöglichkeiten sind mit nicht unerheblichen Fahrwegen und Zeitaufwand verbunden.

Klar muss sich hier endlich was tun. Konzepte müssen her.

Und zwar solche, die das eigene Heim wieder kostengünstiger machen – beim Bauen selbst und durch energieeffiziente und nachhaltige Bauweisen, die unterm Strich die Energiekosten ein Hausleben lang so gering wie möglich halten. Und wie so oft gibt es bereits Neubaugebiete, bei denen Planer, Ausführende und Bauherren genau diese Probleme anpacken.

Überschaubare Baukosten bei hoher Energieeinsparung – so geht`s!

Das kleine Neubaugebiet in Friedberg-Hügelshart sieht eigentlich aus wie viele Neubaugebiete in ganz Deutschland. Doch die insgesamt 13 Einfamilien- und Doppelhäuser haben es in sich. Das Neubaugebiet wurde als erste Effizienzhaus-Plus-Siedlung geplant und umgesetzt.

Die Siedlung soll dem Charakter eines regional üblichen Wohnhauses Rechnung tragen. Traditionelle, aber dennoch zeitgemäße Architektur, bewährte Bauweise, marktübliche nachhaltige Baustoffe sowie verfügbare und ausgereifte Haustechnik haben bei Planung und Ausführung Vorrang. Dabei steht vor allem die Wirtschaftlichkeit und Finanzierbarkeit der Häuser im Vordergrund. Anders als in bisherigen Effizienzhaus Plus-Umsetzungen blieben die Häuser trotz hoher Energie-Autarkie für die Bewohner preislich in einem angemessenen Rahmen. Damit steht die Siedlung in Friedberg-Hügelshart beispielhaft dafür, dass das Bauen im Effizienzhaus Plus-Niveau auf breiter Basis möglich ist. Und nicht nur das. Die Siedlung zeigt nicht nur die Alltagstauglichkeit, energieeffizient zu bauen, sondern, dass dabei auch die Wohngesundheit nicht aus dem Auge verloren gehen muss.

Nur mit optimaler Gebäudehülle sparen die Häuser auch wirklich Energie.

Um mehr Energie zu erzeugen, als das Haus benötigt, ist neben innovativen Energiespeichersystemen die optimale Gebäudehülle des Hauses ausschlaggebend.
Schlicht weißverputzte Baukörper mit dunkelgrau eingedecktem Satteldach mit einer Neigung von 45 Grad, die regionaltypische Bauweise in monolithischer Ziegelbauweise der Außenwände wurde bewusst gewählt, um den Vorbildcharakter des Hauses für das heimische Handwerk zu steigern. Wände und alle weiteren Außenbauteile – von der Bodenplatte bis zum Dach – weisen einen hohen Dämmstandard auf, so dass die Gebäude den KfW Effizienzhaus 55-Standard erreichen.

Beitrag zur Siedlung im BR-Fernsenen

Beitrag zur Siedlung im BR-Fernsehnen

Die Lüftung der Häuser erfolgt durch eine hocheffiziente Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung, die als Komplettsystem in die Luft-/Wärmepumpe integriert ist. Eine Klimadecke, die sowohl heizen als auch kühlen kann, verteilt die Wärme in den Wohnräumen. Durch die Klimadecke gibt es kaum Staubverwirbelungen, was vor allem für Allergiker von großem Vorteil ist. Der Einsatz von wohngesunden Baustoffen sorgt außerdem für eine schadstoffarme Raumluft. Jedes Haus wird vom Sentinel Haus Institut in Kooperation mit dem TÜV Rheinland auf Wohngesundheit geprüft und zertifiziert.

Die Häuser erzeugen mehr Energie, als sie im Jahresdurchschnitt verbrauchen.

Das Süd-Dach ist traufseitig verlängert und bietet so beim Einfamilienhaus Platz für eine PV-Anlage mit 44 Modulen (12,32 kWp). Auf der Doppelhaushälfte können aufgrund des Brandschutzes nur 28 Module (7,84 kWp) platziert werden. So kann bei den Einfamilienhäusern ein jährlicher PV-Stromertrag von ca. 14.248 kWh und bei den Doppelhaushälften von rund 8.676 kWh pro Jahr erzeugt werden. Aber nur durch die optimal aufeinander abgestimmte Kombination von PV-Modulen, elektrischen und thermischen Speichern sowie einem intelligenten Energiemanagement können die solaren Gewinne auch im Gebäude genutzt werden. Überschüssiger PV-Strom wird in das örtliche Stromnetz eingespeist. Insgesamt rechnet man mit einem Strombedarf der Einfamilienhäuser von rund 6.651 kWh pro Jahr. Bei den Doppelhaushälften wird der Strombedarf pro Jahr auf je ca. 6.050 kWh geschätzt. In dieser Summe ist bereits der Haushaltsstrombedarf mit 3.200 kWh pro Jahr enthalten. Das heißt: Das Haus erzeugt mehr Energie, als im Jahresdurchschnitt für das Leben darin benötigt wird.

Mehr zur Siedlung unter:

http://www.nachhaltigkeit.augsburg.de/zukunftspreis/projektdetails/projekt/die-effizienzhaus-plus-siedlung-friedberg-huegelshart.html

http://www.effizienzhausplussiedlung.de/