Gebäudebegrünung – Green Deal für Stadt und Grün

Konjunkturprogramm für Gebäudebegrünung fördert Wirtschaft und Klimaanpassung

Die Bundesregierung hat mit ihren Beschlüssen zur Förderung der Wirtschaft mit weitreichendem Blick in die Zukunft erneut auch den Bausektor und die Kommunen in ihren Fokus genommen. Darunter Maßnahmen mit klimapolitischem Schwerpunkt, denn diese können zu einem wirtschaftlichen Aufschwung im Sinne eines großen Green Deals werden.  Es gilt sowohl die Wirtschaft zu stärken als auch gleichzeitig – und nicht trotzdem – den CO2-Ausstoß zu reduzieren.

 

Nun ist eine zügige Umsetzung des groben Plans ins Detail gefragt.

Wichtige und einfach umzusetzende Maßnahmen zur Wirtschaftsförderung mit Klimaanpassungsstrategie – zusammengefasst von BuGG und FPX

Ein Punkt des Konjunkturpakets: Das CO2-Gebäudesanierungsprogramm wird für 2020 und 2021 um eine Milliarde Euro auf 2,5 Milliarden Euro aufgestockt. Auch die Förderprogramme des Bundes zur energetischen Sanierung kommunaler Gebäude werden aufgestockt und ein Programm zur Förderung von Klimaanpassungsmaßnahmen in sozialen Einrichtungen wird aufgelegt. Genau hierauf zielt das aktuelle BuGG Papier „Green Deal“ mit seinen sechs Punkten ab und liefert den Verantwortlichen eine gute Vorlage für die Umsetzung in konkrete, umweltrelevante Maßnahmen, die schnell greifen und die Handlungsfähigkeit der Politik beweisen.

Denn die aktuelle Situation zeigt, wie groß das Bedürfnis nach grünen Rückzugsorten in dicht besiedelten Städten und Regionen ist. „Als Bestandteil von Konzepten für die Überflutungs- und Hitzevorsorge ist die Gebäudebegrünung ein wirksames, vergleichsweise einfaches und günstiges Instrument der Klimafolgenanpassung, die nicht in Konkurrenz zu anderen Technologien steht und bei der eine hohe Akzeptanz der Bürger zu erwarten ist“ so Dr. Gunter Mann vom BuGG.

Tatsächlich werden derzeit allerdings nur etwa 9 % der neu entstehenden Flachdächer begrünt und nur 18 % der Dachbegrünungen auch tatsächlich durch den Menschen als zusätzliche Nutz- und Freizeitfläche genutzt.

Norbert Buddendick, FPX-Geschäftsführer weist auf die am Markt vorhandenen Lösungen hin: „Die positiven Wirkungen einer Dachbegrünung im Hinblick auf Wohnklima und Klimaschutz kann in Verknüpfung mit hohen Dämmstandards zusätzlich verstärkt werden. Beispielsweise das moderne Umkehrdach-Prinzip bei Flachdächern kombiniert den sommerlichen Wärmeschutz durch die Begrünung mit Wärmedämmung zur Reduzierung von Heizenergie und CO2-Emissionen in der Heizperiode. Beim Umkehrdach verdoppelt sich zudem die Lebensdauer des Daches, was ein wichtiger Nachhaltigkeitsfaktor ist.“

 

Green Deal für Stadt und Grün – die 6 Punkte des Konjunkturprogramms im Überblick

  • Mit einer finanziellen Unterstützung der Kommunen durch Bund und Länder können lokale Projekte zur Gebäudebegrünung umgesetzt und vor allem Hotspots entschärft und Wohngebiete so attraktiver werden.
  • Die Vergabe von Bundes- und Landeszuschüssen ermöglicht die Festlegung einheitlicher Förder-Kriterien zur Dach- und Fassadenbegrünung.
  • Unterstützend wirken Anpassungen kommunaler Gründach- und Fassadengrünsatzungen.
  • Erfolgt die Vergabe von Fördermitteln für Gebäudebegrünung auf Grundlage von Nachhaltigkeitskriterien, könnten vor allem nachhaltige Projekte gefördert werden.
  • Die positiven Wirkungen einer Gebäudebegrünung im Hinblick auf Wohnklima und Klimaschutz kann durch eine ergänzende Förderung hoher Dämmstandards verstärkt werden.
  • Im Konjunkturprogramm Gebäudebegrünung könnten die bewährten Qualitätskriterien der KFW zur Anwendung kommen und somit zu einer nachhaltigen Ausführungsqualität der Begrünung beitragen.

 

Profitieren können, Stadt, Mensch und Grün gleichermaßen.

Keine Baumaßnahme bietet eine vergleichbare Reichweite für Lösungsansätze verschiedenster, momentan aktueller Themenfelder und Zukunftsthemen. Von der Aufwertung einzelner Gebäude und Stadtteile, der Steigerung der Lebensqualität in dicht besiedelten Gebieten durch ein besseres Mikroklima und zusätzliche Grünflächen für Naherholung, Freizeit und Kinderbetreuung über die Bindung von CO₂ mit resultierender Verringerung der Netto-CO₂-Emissionen und Feinstaubemissionen bis hin zur Reduktion der Kosten für die Klimafolgenanpassung u. a. durch eine Entlastung der kommunalen Regenwasserbewirtschaftung.

Ein Konjunkturprogramm als Kombination von Wirtschaftsförderung und Klimaanpassung durch Gebäudebegrünung bietet eine ideale Möglichkeit, nach der COV-19 Krise nachhaltige Impulse bei Beschäftigung und grüner Stadtentwicklung zu schaffen. Zugleich ist es ein für alle sichtbares Zeichen des Wachstums durch politisches Handeln mit ökologischer Priorität.

„Mit einem Programm zur Förderung von Gebäudegrün (Dach- und Fassadenbegrünung) werde die kleine und mittelständische Wirtschaft gestärkt, die Lebensqualität in der Stadt gesteigert und CO2 wirkungsvoll reduziert“, so BUGG-Präsident Dr. Gunter Mann.

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