Bessere Neubau-Förderung in 2020

KfW erhöht Kredit und Tilgungszuschuss

KfW-Bildarchiv Thomas Klewar

Für den Neubau oder Kauf eines Wohnhauses als KfW-Effizienzhaus kann ein Förderkredit im Rahmen des KfW-Programms „Energieeffizient Bauen“ beantragt werden. Die gute Nachricht für Bauherren zum Jahresbeginn 2020: Die Konditionen der staatlichen Förderung verbessern sich ab 24.01.2020.

Das heißt konkret: Der maximale Kreditbetrag steigt um 20.000 Euro auf insgesamt 120.000 Euro je Wohnung. Und auch der Tilgungszuschuss erhöht sich um 10 Prozent. Der Tilgungszuschuss ist eine Art Teilschuldenerlass und wird von der Rückzahlung erlassen, wenn die Förder- und Energiestandards eingehalten werden.

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Skianlage auf dem Dach einer Müllverbrennungsanlage

Copenhill – Nachhaltigkeit soll Spass machen

Kopenhagen: Abfahrt über Abfall

Kopenhagen: Abfahrt über Abfall

Dänemark hat eines der weltweit modernsten Konzepte für die Müllentsorgung. Mehr als die Hälfte des Hausmülls wird dort verbrannt und dabei in Heizwärme und Strom umgewandelt. Der Neubau einer 40 Jahre alten Müllverbrennungsanlage im Kopenhagener Hafengebiet versorgt rund 150.000 Haushalte mit Strom und Wärme, weshalb sie sich möglichst dicht am Stadtkern befinden muss.

Der nun hocheffizienten Anlage stiehlt nun allerdings das spektakuläre Dach die Show – und das auch in Sachen Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Denn neben den 470 Millionen Euro Baukosten nahmen der Betreiber und die Stadt Kopenhagen noch einmal 12 Millionen Euro für das 41.000 Quadratmeter große Dach der Industrieanlage in die Hand. Eine so große Dachfläche in einer der teuersten Städte der Welt nicht zu nutzen, war für die Dänen keine Option.

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Berlins schönstes Gründach

Berlin kürt sein schönstes Gründach und plant „1.000-Grüne-Dächer-Programm“ zur Förderung der Erstbegrünung von Dächern in der Hauptstadt.
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Berlins schönstes Gründach. Foto: Berliner Wasserbetriebe

Über der Haasestraße 1-9 in Friedrichshain liegt Berlins schönstes Gründach: ein 1.450 Quadratmeter großer Dachgarten mit Gemüsebeeten, Rasen, Ranken, aber auch Sandkästen und zwei Küchen. Eine Baugruppe hat die Oase gemeinschaftlich angelegt. Das Projekt ging als Sieger aus einem zweistufigen Wettbewerb der Berliner Wasserbetriebe hervor. Aus den Einsendungen hatte eine prominent besetzte Jury die fünf besten ausgewählt, die im Internet zur öffentlichen Abstimmung standen. … Weiterlesen

Baukindergeld

Alles was Sie jetzt wissen müssen

lichtkunst.73  / pixelio.de

lichtkunst.73 / pixelio.de

Wer demnächst sein Eigenheim bauen oder kaufen möchte und dazu noch Kinder hat, kann  vom Baukindergeld profitieren. 1.200 Euro pro Kind und Jahr gibt der Staat über 10 Jahre hinweg dazu – das sind in Summe 12.000 Euro pro Kind. Als staatlicher Zuschuss muss das Baukindergeld nicht zurückgezahlt werden.
Ausgezahlt wird es von der KfW das Förderbudget  wird vom Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat (BMI) bereitgestellt.

Am 18. September fiel der Startschuss . Das Baukindergeld soll über drei Jahre hinweg bis zum 31.12.2020 beantragt werden können.
Drei Jahre sind nicht gerade eine lange Zeit, wenn es um Hausbau, Immobiliensuche und Familienplanung geht. Schauen Sie schon jetzt, ob und wann das Baukindergeld für Sie in Frage kommt.

Wofür gibt es das Baukindergeld?

Gefördert wird der Ersterwerb einer selbst bewohnten Immobilie, egal ob Neubau oder Eigenheim im Bestand und unabhängig davon, ob es sich um ein freistehendes Einfamilienhaus, eine Doppelhaushälfte, ein Reihenhaus oder eine Eigentumswohnung handelt.
Das Baukindergeld kommt für Eigenheimkäufe in Frage, die seit dem 1. Januar 2018 getätigt wurden. Bei Neubauvorhaben ist entscheidend, dass die Baugenehmigung nach dem 31.12.2017 erteilt wurde. … Weiterlesen

Berlin Wiederbelebung der Dächer

Seit 2012 sind die Bodenpreise in Berlin um unglaubliche 500% gestiegen, bezahlbarer Wohnraum wird immer knapper. In ihrem Arte-Beitrag stellt Journalistin Kathrin Häfele zwei Projekte vor, die zeigen: „das Potential liegt auch über den Dächern Berlins.“

„Geschichtsgalerie auf dem Dach des Flughafengebäudes Berlin-Tempelhof“

Der rückwärtige Bereich des 1,2 Kilometer langen Daches über sämtliche Hangars des Flughafengebäudes Berlin-Tempelhof wird in den kommenden Jahren zu einer Geschichtsgalerie umgebaut. Bisher ungenutzt, sollen sich hier Besucher ab 2020 auf eine Zeitreise begeben können und unter dem Motto „Erinnern und Ausblicken“ die bewegte Vergangenheit des Flughafengebäudes sowie seine Gegenwart und Zukunft erleben. Geplant sind ein Ausstellungsturm, wechselnde Angebote in den Durchgängen verschiedener Treppentürme und eine einladende Open-Air-Ausstellungsplattform. … Weiterlesen

Passivhaus – Bauherren in Hannover haben gute Karten

www.proklima-hannover.de/privat/neubau/

www.proklima-hannover.de/privat/neubau/

Hannover entwickelt sich langsam zur Passivhaus-Hauptstadt in Deutschland. Die Stadt arbeitet emsig daran, den energiesparenden Passivhaus-Standard mit erneuerbarer Energieversorgung weiter zu etablieren. Circa 30 % aller neuen Wohngebäude in Hannover werden bereits im Passivhausstandard realisiert, „auf dem Land“ um und außerhalb Hannovers circa 3 %. Die Niedersächsische Landeshauptstadt bietet Bauherren eine gezielte Niedrigenergie- und Passivhaus-Beratung sowie eine lohnende Passivhaus-Förderung, in der die Qualitätssicherung bereits enthalten ist.

Fördbonus für hocheffiziente Baustandards

Die hohe Passivhausquote hat die Region zum großen Teil der Arbeit und Förderung des enercity-Fonds pro Klima zu verdanken. Der Klimaschutzfond wurde bereits am 8. Juni 1998 von den Städten Hannover, Hemmingen, Laatzen, Langenhagen, Ronnenberg und Seelze sowie der enercity AG gegründet – in dieser Form europaweit einzigartig schaut proKlima nun auf 20 Jahre erfolgreiche Klimaschutz-Arbeit zurück: Der gezielten regionalen Förderung von Maßnahmen und Projekten zur Energie- und CO2-Einsparung, zur Nutzung regenerativer Energien und der rationellen Energieanwendung. … Weiterlesen

Grüne Hausnummer für Energiesparendes Bauen

Woran erkennt man von außen, ob ein Haus besonders energieeffizient ist? In welchen Häusern wohnen eigentlich die Umweltbewussten und Klimaschützer unter uns?

Kampagnenbild der Grünen Hausnummer in Niedersachsen Foto: Dawin Meckel

Kampagnenbild der Grünen Hausnummer in Niedersachsen. Foto: Dawin Meckel

Achten Sie demnächst einfach mal auf „Grüne Hausnummern“. Bauherren und Hauseigentümer, die ihren Neubau mindestens als Effizienzhaus 55 fertiggestellt haben bzw. ihren Altbau energieeffizient saniert haben, können sich in einigen Bundesländern, Landkreisen oder Städten um genau so eine „Grüne Hausnummer“ bewerben. Die Hausnummer ist dabei nicht nur eine Art Visitenkarte, auf die man als Hauseigentümer zurecht stolz sein kann. Energieeffizienz, umweltbewusstes Bauen und Klimaschutz werden damit attestiert und für jedermann sichtbar. … Weiterlesen

Groko will Geld für Wohnungsbau und Wohneigentum in die Hand nehmen

Und was ist mit Energieeffizienz, Klimaschutz und steigende Mieten?

Koalitionsvertrag

Foto: birgitH – www.pixelio.de

Nun steht sie endlich, die Regierung. Nach einem halben Jahr Regierungsfindung bleiben nun knapp drei Jahre, um dann in den nächsten Wahlkampf zu ziehen. Was bis dahin auf der Agenda steht, wurde im Koalitionsvertrag festgehalten. „Efficiency First“, ein Punkt des Vertrags, wurde bei den Verhandlungen wohl noch nicht so ernst genommen. Bleibt zu hoffen, dass die “Energie”, die bereits eingeflossen ist, sich auch auszahlt.

Umweltbewusstes Bauen, Energieeffizienz und Klimaschutz – die Themen anzugehen, die es überhaupt in den Koalitionsvertrag geschafft haben, wird schon aufgrund der Ressort-Verteilung schwierig: Den Minister für „Wirtschaft und Energie“ stellt die CDU, den Minister für „Innen, Bau und Heimat“ die CSU und den Minister für „Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit“ die SPD.

Was die GroKo beim Thema Wohnen beschlossen hat

Baukindergeld, Modernisierungsumlage, Grundsteuer, Mietpreisbremse, sozialer Wohnungsbau, Immobilienspekulationen: Die GroKo hat zahlreiche Maßnahmen zum Thema Wohnen vereinbart. Die Kosten sollen bei rund vier Milliarden Euro liegen. Einen hilfreichen Überblick gibt der Spiegel:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/koalitionsvertrag-was-die-groko-beim-thema-wohnen-beschlossen-haben-a-1192332.html

Das steht zu Umwelt und Klima im neuen Vertrag

Was sind die wichtigsten Beschlüsse in den Bereichen Klima, Energie, Verkehr und Gebäude? klimaretter.info hat sie zusammengetragen:

http://www.klimaretter.info/politik/hintergrund/24253-uebersicht-koalitionsvertrag

VPB zum Koalitionsvertrag: Richtiger Ansatz, aber noch sehr viel zu tun!

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Online-Rechner für Bauherren

KfW-Bildarchiv photothek.net

Bauherren müssen ordentlich rechnen. Einkalkulierte Baukosten, voraussichtliche Energieeinsparung und mögliche Fördergelder wollen alle unter einen Hut gebracht werden. Und zwar am besten so, dass für möglichst wenig Investitionen ein Traumhaus entsteht. Online-Rechner helfen dabei. Drei clevere Helfer für Bauherren stellen wir Ihnen hier vor.

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Neubau – einziehen, wohlfühlen und sparen

Dass energieeffizienter Neubau möglich ist, und das auch mit einem vertretbaren Budget für Grundstück und Hausbau, zeigt die erste fertiggestellte Effizienzhaus-Plus-Siedlung.

Foto: Effizienzhaus Plus-Siedlung Hügelshart  asset bauen wohnen gmbh/BayWa AG

Foto: Effizienzhaus Plus-Siedlung Hügelshart
asset bauen wohnen gmbh/BayWa AG

Steigende Mieten, günstige Baufinanzierung

– immer mehr Menschen wagen den Schritt ins Eigenheim. Doch tatsächlich wohnen derzeit  nur 45 % der Deutschen selbst in ihrem Eigenheim. Im Europavergleich ist das wenig. Die durchschnittliche Wohneigentumsquote beträgt hier 70 %!

Woran liegt`s?

Wie beim Monopoly müssen Bauherren im übertragenen Sinn derzeit einige Spielrunden drehen, um am jüngsten Bauboom teilhaben zu können. Wenige freie Baugrundstücke können zwar noch direkt gekauft werden, jedoch eher in ländlichen Gegenden. Die teureren – weil beliebteren – sind schon weg und bringen den Besitzern stattliche Mieten ein.
Reales Problem: Nicht nur die Mieten steigen. Auch die Grundstückspreise in Ballungsräumen klettern gemeinsam mit den Baukosten immer höher. Auf dem Land hingegen ist das Bauen zwar günstiger, doch die Wege zu Arbeitsstelle, Schule, Arzt und Einkaufsmöglichkeiten sind mit nicht unerheblichen Fahrwegen und Zeitaufwand verbunden.

Klar muss sich hier endlich was tun. Konzepte müssen her.

Und zwar solche, die das eigene Heim wieder kostengünstiger machen – beim Bauen selbst und durch energieeffiziente und nachhaltige Bauweisen, die unterm Strich die Energiekosten ein Hausleben lang so gering wie möglich halten. Und wie so oft gibt es bereits Neubaugebiete, bei denen Planer, Ausführende und Bauherren genau diese Probleme anpacken.

Überschaubare Baukosten bei hoher Energieeinsparung – so geht`s!

Das kleine Neubaugebiet in Friedberg-Hügelshart sieht eigentlich aus wie viele Neubaugebiete in ganz Deutschland. Doch die insgesamt 13 Einfamilien- und Doppelhäuser haben es in sich. Das Neubaugebiet wurde als erste Effizienzhaus-Plus-Siedlung geplant und umgesetzt.

Die Siedlung soll dem Charakter eines regional üblichen Wohnhauses Rechnung tragen. Traditionelle, aber dennoch zeitgemäße Architektur, bewährte Bauweise, marktübliche nachhaltige Baustoffe sowie verfügbare und ausgereifte Haustechnik haben bei Planung und Ausführung Vorrang. Dabei steht vor allem die Wirtschaftlichkeit und Finanzierbarkeit der Häuser im Vordergrund. Anders als in bisherigen Effizienzhaus Plus-Umsetzungen blieben die Häuser trotz hoher Energie-Autarkie für die Bewohner preislich in einem angemessenen Rahmen. Damit steht die Siedlung in Friedberg-Hügelshart beispielhaft dafür, dass das Bauen im Effizienzhaus Plus-Niveau auf breiter Basis möglich ist. Und nicht nur das. Die Siedlung zeigt nicht nur die Alltagstauglichkeit, energieeffizient zu bauen, sondern, dass dabei auch die Wohngesundheit nicht aus dem Auge verloren gehen muss.

Nur mit optimaler Gebäudehülle sparen die Häuser auch wirklich Energie.

Um mehr Energie zu erzeugen, als das Haus benötigt, ist neben innovativen Energiespeichersystemen die optimale Gebäudehülle des Hauses ausschlaggebend.
Schlicht weißverputzte Baukörper mit dunkelgrau eingedecktem Satteldach mit einer Neigung von 45 Grad, die regionaltypische Bauweise in monolithischer Ziegelbauweise der Außenwände wurde bewusst gewählt, um den Vorbildcharakter des Hauses für das heimische Handwerk zu steigern. Wände und alle weiteren Außenbauteile – von der Bodenplatte bis zum Dach – weisen einen hohen Dämmstandard auf, so dass die Gebäude den KfW Effizienzhaus 55-Standard erreichen.

Beitrag zur Siedlung im BR-Fernsenen

Beitrag zur Siedlung im BR-Fernsehnen

Die Lüftung der Häuser erfolgt durch eine hocheffiziente Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung, die als Komplettsystem in die Luft-/Wärmepumpe integriert ist. Eine Klimadecke, die sowohl heizen als auch kühlen kann, verteilt die Wärme in den Wohnräumen. Durch die Klimadecke gibt es kaum Staubverwirbelungen, was vor allem für Allergiker von großem Vorteil ist. Der Einsatz von wohngesunden Baustoffen sorgt außerdem für eine schadstoffarme Raumluft. Jedes Haus wird vom Sentinel Haus Institut in Kooperation mit dem TÜV Rheinland auf Wohngesundheit geprüft und zertifiziert.

Die Häuser erzeugen mehr Energie, als sie im Jahresdurchschnitt verbrauchen.

Das Süd-Dach ist traufseitig verlängert und bietet so beim Einfamilienhaus Platz für eine PV-Anlage mit 44 Modulen (12,32 kWp). Auf der Doppelhaushälfte können aufgrund des Brandschutzes nur 28 Module (7,84 kWp) platziert werden. So kann bei den Einfamilienhäusern ein jährlicher PV-Stromertrag von ca. 14.248 kWh und bei den Doppelhaushälften von rund 8.676 kWh pro Jahr erzeugt werden. Aber nur durch die optimal aufeinander abgestimmte Kombination von PV-Modulen, elektrischen und thermischen Speichern sowie einem intelligenten Energiemanagement können die solaren Gewinne auch im Gebäude genutzt werden. Überschüssiger PV-Strom wird in das örtliche Stromnetz eingespeist. Insgesamt rechnet man mit einem Strombedarf der Einfamilienhäuser von rund 6.651 kWh pro Jahr. Bei den Doppelhaushälften wird der Strombedarf pro Jahr auf je ca. 6.050 kWh geschätzt. In dieser Summe ist bereits der Haushaltsstrombedarf mit 3.200 kWh pro Jahr enthalten. Das heißt: Das Haus erzeugt mehr Energie, als im Jahresdurchschnitt für das Leben darin benötigt wird.

Mehr zur Siedlung unter:

http://www.nachhaltigkeit.augsburg.de/zukunftspreis/projektdetails/projekt/die-effizienzhaus-plus-siedlung-friedberg-huegelshart.html

http://www.effizienzhausplussiedlung.de/