Ökologisch Bauen

Wirkungsvoller als man denkt

Mittlerweile ist ökologisches Bauen nicht mehr nur Ökofreaks mit Traumfängern im Garten vorbehalten. Wer ökologisch denkt oder aber einfach nur zeitgemäß bauen will, hat es heute viel leichter und ist eher ein Trendsetter, als ein Träumer.

Retentionsdach zum Regenrückhalt

Retentionsdach zum Regenrückhalt, Werkmann College – Groningen Foto: © OPTIGRÜN

Dennoch werden in Deutschland 70 Hektar oder anschaulicher Flächen der Größe von 100 Fußballfeldern versiegelt – betoniert, asphaltiert oder zugebaut – und zwar jeden Tag, 365 Tage im Jahr. Überschwemmungen und Aufheizungen sind die Folge. Oft wird erst aus  der vermeintlichen Not eine Tugend gemacht. Etwa zu wenig Grünflächen in den Großstädten und fehlende Bauplätze, dafür viele alte und ungenutzte Dachflächen, die mehr und mehr in den Fokus rücken und begrünt werden.

Dachbegrünung unter dem Aspekt des Klimawandels

Bauherren und Bewohner haben beim Gründach vor allem den Zusatznutzen und Komfortgewinn bisher ungenutzter Flächen als Dachterrasse, Dachgarten oder ganzer Nutzgärten zum Urban Gardening im Auge. Darüber hinaus ist die Begrünung von Gebäuden ein immer wichtigerer Beitrag zum ökologischen und nachhaltigen Bauen geworden.

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Grüne Welle für die Dachbegrünung

Wie wir die Kurve zum umweltbewussten Bauen bekommen, zeigt uns ausgerechnet ein Gebäudekomplex namens „Curve“.

Nachhaltigkeitszertifizierung „Exzellent“

Bildquelle: Dow Deutschland Anlagengesellschaft mbH

Der ehemalige Firmensitz des Solarherstellers Solon in Berlin Adlershof vereint – ohne zu übertreiben – quasi alle Anforderungen ans heutige Bauen. Einen effizienten Umgang mit Ressourcen bei gleichzeitig maximaler Lebensqualität. Die Energiebilanz ist beeindruckend: Curve verbraucht nur ca. 15 % der Energie eines vergleichbaren Gebäudes oder andersherum, es spart demgegenüber eindrucksvolle 85 %. Das macht das Gebäude nicht nur fürs Baujahr 2009 zum Musterbeispiel. Erst im letzten Jahr wurde es nach dem aktuellen Standard für Nachhaltigkeitszertifizierungen „BREEAM DE“ mit dem Prädikat „Exzellent“ ausgezeichnet. Das ist bis dato das beste Ergebnis unter den nach BREEAM-Standard untersuchten Gebäuden in Berlin.

Gründach zum Sonne tanken und Energie produzieren

Die Idee des Solarherstellers und Vorgabe an die Planer: Produktion und Verwaltung sollten unter einem gemeinsamen Dach vereint werden. Damit das Dach für die Mitarbeiter nutzbar wird, fiel die Wahl auf ein Gründach. Die wellenförmige begrünte Dachkonstruktion wird von den roten Treppenhaustürmen durchstoßen. Die Mitarbeiter können ihre Mittagspause auf der Dachterrasse verbringen. Liegestühle stehen bereit, eine Liegewiese lädt zum Relaxen ein und ein „Sandstrand“ mit Wasserbecken befindet sich ebenfalls auf dem Dach. … Weiterlesen

Berlin Wiederbelebung der Dächer

Seit 2012 sind die Bodenpreise in Berlin um unglaubliche 500% gestiegen, bezahlbarer Wohnraum wird immer knapper. In ihrem Arte-Beitrag stellt Journalistin Kathrin Häfele zwei Projekte vor, die zeigen: „das Potential liegt auch über den Dächern Berlins.“

„Geschichtsgalerie auf dem Dach des Flughafengebäudes Berlin-Tempelhof“

Der rückwärtige Bereich des 1,2 Kilometer langen Daches über sämtliche Hangars des Flughafengebäudes Berlin-Tempelhof wird in den kommenden Jahren zu einer Geschichtsgalerie umgebaut. Bisher ungenutzt, sollen sich hier Besucher ab 2020 auf eine Zeitreise begeben können und unter dem Motto „Erinnern und Ausblicken“ die bewegte Vergangenheit des Flughafengebäudes sowie seine Gegenwart und Zukunft erleben. Geplant sind ein Ausstellungsturm, wechselnde Angebote in den Durchgängen verschiedener Treppentürme und eine einladende Open-Air-Ausstellungsplattform. … Weiterlesen

Als Umkehrdach gebaute Gründächer werden 40 Jahre und älter

Gründach – ökologisch und ökonomisch mehr als nur eine Alternative

Geschaeftshaus in Hamburg Foto: Optigruen

Geschäftshaus in Hamburg – Foto: Optigruen

Flachdächer waren Jahrzehnte lang die Problemkinder unter den Dächern. Im Vergleich zu den mit Dachsteinen gedeckten und geneigten Sattel-, Walm- oder Pultdächern hielten Flachdächer schutzlos der Witterung ausgesetzt nicht lange Stand. Die Konstruktionen und Abdichtungen waren anfällig für eindringende Feuchtigkeit und Leckagen und ganz nebenbei nicht schön anzusehen.

Heute sieht das schon anders aus. Der Gründachtrend macht alte und neue Flachdächer nicht selten zum reinen Glücksfall. Sonst ungenutzte Dachflächen in luftiger Höhe werden zur erweiterten Wohnfläche und Aufenthaltsraum unter freiem Himmel. Ob zusätzliche Dachterrasse, Dachgarten, oder als reines Biotop für Vögel und Insekten – Gründächer sehen nicht nur gut aus, sie bringen auch gleich eine Vielzahl an Vorzügen mit. Dabei punkten begrünte Dächer nicht nur bei den Hausbewohnern. Auch die Städte und unsere direkte Umwelt profitieren von den positiven Einflüssen, etwa beim Rückhalt von Regenwasser beim Starkregen, durch Aufnahme von Luftschadstoffen oder als kühlende Inseln gegen die sommerliche Überhitzung der Innenstädte. … Weiterlesen

Online-Rechner für Bauherren

KfW-Bildarchiv photothek.net

Bauherren müssen ordentlich rechnen. Einkalkulierte Baukosten, voraussichtliche Energieeinsparung und mögliche Fördergelder wollen alle unter einen Hut gebracht werden. Und zwar am besten so, dass für möglichst wenig Investitionen ein Traumhaus entsteht. Online-Rechner helfen dabei. Drei clevere Helfer für Bauherren stellen wir Ihnen hier vor.

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Newsticker vom 11.1.2018

Wir wollen Ihnen einen Überblick über die Medienresonanz und aktuelle Themen rund um das Umweltbewusste Bauen, energieeffizienten Neubau, Dämmen und Dachbegrüng geben. Dafür checken wir das Web für Sie und geben eine kurze Zusammenfassung der jeweiligen Artikel mit dem – aktiven – Link, damit Sie sich selbst ein Bild über den Themenbereich machen können:

 

Neues in 2018

Was Bauherren und Hauseigentümer 2018 beachten müssen

Die Verbraucherzentrale klärt darüber auf, was man ab sofort bei Neubau und Altbau-Sanierung beachten muss. Überblick zu den Neuerungen bei den staatlichen Förderprogrammen von BAFA und KfW, Regelungen zur Entsorgung HBCD-haltiger Dämmstoffe und dem neuen Bauvertragsrecht.
https://www.saarbruecker-zeitung.de/saarland/stwendel/wichtige-infos-fuer-hausbesitzer-und-bauherrn_aid-7019897

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Grüne Häuser erobern Großstädte

Emporis Skyscraper Award und Gründachstudien von Großstädten zeigen den ungebrochenen Trend

oasia-hotel-downtown-sky-garden

oasia-hotel-downtown-sky-garden

Immer mehr Bauherren und Planer setzen auf grüne Dächer, Innenhöfe und Fassaden. Selbst in engen Innenstädten und bei Hochhäusern. Das zeigte erst kürzlich die Bekanntgabe der Preisträger im „Emporis Skyscraper Awards 2016“. Den Internationalen Hochhauswettbewerb gewann ein spektakuläres Wohngebäude mitten in New York City. Das VIA 57 West – über 47 verschiedene einheimische Pflanzenarten begrünen den Innenhof des Wolkenkratzers.

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Bundestagswahl 2017 – Welche Parteien unterstützen Bauherren

Check der Wahlprogramme zum Umweltbewussten Bauen

wie dämmen

Die Bundestagswahl steht vor der Tür. Auch die neue Regierung wird trotz jahrelang vernachlässigtem Wohnungsbau nicht um die Aufgabenstellung herumkommen, umweltbewusstes und energieeffizientes Bauen zu fördern. Einige Parteien haben ganz klare Vorstellungen bis hin zu konkreten Vorhaben: Beispiel Gründach. Hier ist im Programm der SPD zu lesen:

Wir brauchen mehr Natur in der Stadt – in Wohngebieten, in den Parks und auf den Dächern.

Warum sich die SPD für mehr Dachbegrünungen einsetzten will, ist einfach und wird auch im Wahlprogramm begründet: “Der Flächenverbrauch in Deutschland ist zu hoch. Langfristig müssen sich Versiegelung und Entsiegelung von Flächen die Waage halten. Bereits genutzte Flächen sollen umgewandelt und wiederverwertet werden, anstatt immer neue Flächen zu beanspruchen. Wir brauchen außerdem mehr Natur in der Stadt – in Wohngebieten, in den Parks und auf den Dächern. Wir werden planerische, konzeptionelle und finanzielle Voraussetzungen dafür schaffen. Grünflächen haben auch eine wichtige soziale Funktion. Sie sind Orte des Austausches und der Begegnung.”

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Negativ-Schlagzeilen über Wärmedämmung verunsichern

Foto: Bernd Kasper - pixelio.de

Foto: Bernd Kasper – pixelio.de

Welcher Dämmstoff ist der Richtige? Und schließlich: Sollte man überhaupt noch dämmen? Unsere Gastautorin nimmt den vermeintlichen Dämmzwang, die Einsetzbarkeit von Dämmstoffen und den Brandschutz einmal genauer unter die Lupe.

Gastbeitrag von Serena Klein

Um hier Antworten zu finden, ist es wichtig, sich Fakten anzuschauen: Wärmedämmung unterliegt einem physikalischen Prinzip. Sie reduziert den Wärmedurchgang durch ein Bauteil wie die Wand auf ein Minimum und gehört daher heute zum energieeffizienten Bauen dazu. Grundsätzlich ist unumstritten: Um den Energiebedarf eines Hauses signifikant zu senken und in keine überdimensionierte teure Heizungsanlage investieren zu müssen, muss das Haus fachgerecht gedämmt werden. Außer man heizt sein Geld gern zum Fenster heraus. … Weiterlesen

Hamburg kürt seine schönsten Gründächer

Hamburger Gründachstrategie nimmt Fahrt auf.

Privatdachgarten_(c)-ZinCo-GmbH

Foto: (c)-ZinCo-GmbH

In Hamburg sind bereits 1,35 Millionen Quadratmeter flache und flach geneigte Dachfläche begrünt. Insgesamt rund 27 Millionen Quadratmeter könnten potentiell begrünt werden. Da geht noch was, denken sich sicherlich nicht nur die Verantwortlichen. Neben einem möglichen Zuschuss von der Stadt soll ein Wettbewerb mit bereits umgesetzten Gründach-Projekten die Hamburger inspirieren und beflügeln.

Warum ein Gründach bei der Planung zukünftiger Um- und Neubauvorhaben nicht fehlen sollte, zeigt jedes der insgesamt 36 eingereichten Projekte auf seine Weise. Darunter private Gründach-Oasen, gemeinschaftlich genutzte Dachgärten im Stadtzentrum oder die Begrünung von Sporthallen. Der größte Anteil der eingereichten Dachbegrünungen wurde in den letzten 5 Jahren angelegt. Dass das Thema Gründach allerdings auch Tradition hat, zeigen die vier über 40 Jahre alten Objekte. Eins haben alle Projekte gemeinsam. Sie sind nicht nur Dächer sondern stiften gleich vielfachen Nutzen. Auf sonst ungenutzten Flächen entstanden Lebensräume für Pflanzen, Vögel, Insekten und Menschen, die das soziale Wohnumfeld genauso bereichern, wie Stadtklima und Raumklima im Gebäude selbst. … Weiterlesen